Rezension zu »Sofía - ein Sturm in Zaragoza«

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Als Christina Caglioti mich gefragt hat, ob ich Lust hätte, »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« zu rezensieren, habe ich mich super doll gefreut, weil es schon sehr lange auf meiner Wunschliste stand. Vielen Dank auch an dieser Stelle nochmal für das Rezensionsexemplar. 🫶

Handlungsüberblick:

Albas größter Traum wird Wirklichkeit: Sie darf nach Zaragoza für ein vierwöchiges Praktikum bei ihrem Idol, der Künstlerin Sofía, die schon lange Zeit gar keine Praktikant:innen mehr angenommen hat. Als Alba schließlich Sofía trifft, ist schnell klar, dass sie mehr sein will als ihre Mentorin. Und auch Alba fühlt sich zu ihr hingezogen. Doch Sofia ist ein Sturm aus Verlangen und Hingabe, der Albas Herz mit einem unberechenbaren Spiel aus Distanz und Nähe zu verwüsten droht. Wird es Alba gelingen, sich selbst und ihren Träumen treu zu bleiben?

Mein Bucheindruck:

Das Cover von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« ist so eine Schönheit und fängt den leidenschaftlich-zerstörerischen Vibe des Inhalts perfekt ein. Ich liebe die Farben und den Zeichenstil, der das Cover wie ein Gemälde und damit passend zu dem Kunst-Setting des Buches wirken lässt. Aber nicht nur das Cover wurde von der Designerin Lara Isabella Kunze (@polarisieren) wunderschön gestaltet, auch im Buch gibt es schwarz-weiße Illustrationen, die die Wochen voneinander trennen, und eine schwarz-weiße Illustration von Sofía und Alba an der passenden Stelle, wodurch das Buch liebevoll durchdacht erscheint.

Mein Leseeindruck:

Da mich die Kunstwelt sehr fasziniert, war das Setting von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« einfach perfekt für mich. Ich liebte die Szenen, in denen gemeinsam Kunst analysiert oder erschaffen wurde und konnte mir auch die beschriebenen Kunstwerke der Figuren gut vorstellen. 🎨

Dieses idyllisch-kreative Setting steht in Kontrast zu der Handlung, in welcher der Untertitel des Buches Programm ist. Als Leserin wurde ich nämlich genau wie Alba von einem Sturm überrollt und hegte die gesamte Lektüre über die bange Hoffnung, dass wir unversehrt aus ihm hervorgehen. 

Der Fokus liegt bis zur letzten Seite klar auf Alba, die anderen Figuren blieben etwas ungreifbar, aber ich denke, das ist auch von Christina Caglioti gewollt, weil dies deren Undurchschaubarkeit unterstützt. An Alba hat mich am meisten die Beharrlichkeit begeistert, mit der sie für ihren Traum kämpft. Albas Gefühle und vor allem das Misstrauen, das sie im Laufe des Buches nicht nur Sofía gegenüber, sondern auch anderen Figuren gegenüber entwickelt, waren stets greifbar und für mich sehr nachvollziehbar, weil ich mich schon in einer ähnlichen Situation befunden habe. Ich denke, jede Person, die sich schon mal in eine toxische Person verliebt hat, wird sich in Alba wiederfinden können. Wie schwer es ist, sich von einer toxischen Person zu lösen, wurde in meinen Augen von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« gut gezeigt. Für meinen Geschmack hätte es neben den distanzierteren Szenen allerdings noch mehr spicy und romantische Szenen geben können, um das Spiel mit Distanz und Nähe noch mehr herauszuarbeiten  und meine Bindung an Sofía zu stärken, um noch besser nachvollziehen zu können, warum Alba so an Sofía hängt. Aber vielleicht hätte ich dann die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden am Ende mehr bedauert und das wäre sicher nicht im Sinne des Buches gewesen.

Das Ende ist zwar kein klassisches Happy End, ich habe es aber als sehr empowernd empfunden und war sehr erleichtert, dass das Buch auf diese Weise ausging. Es hat in mir den Glauben gefestigt, dass nach jedem Sturm Ruhe einkehren kann. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Ich habe letztes Jahr »Weil ich dich (mich) liebe« von Christina Caglioti gelesen, welches 2023 erschienen ist, und bin beeindruckt wie sehr sich die Autorin mit ihrem neuen Buch erzähltechnisch weiterentwickelt hat. 

»Sofía - ein Sturm in Zaragoza« ist aus Albas Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben, was perfekt zu der erzählten Geschichte passt, da die Erzählweise die Undurchschaubarkeit und Unvorhersehbarkeit von Sofía, aber auch einigen anderen Nebencharakteren verstärkt und so die geheimnisvoll-bedrückende Atmosphäre aufrechterhält, in der Alba nicht weiß, wem sie vertrauen kann. 

Mein Abschlussfazit:

Lass dir von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« dein Herz verwüsten und dich darin bestärken, dass nach einem Sturm wieder Ruhe einkehren kann. ❤️‍🩹



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