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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Ich habe »The Pumpkin Spice Latte Disaster«  geliebt und war einfach super gespannt auf »The Iced Caramel Coffee Agreement«. Danke an vorablesen.de für das Rezensionsexemplar und das frühlingshafte Wiedersehen mit dem Städtchen Lower Whilby! 🩷💛

Handlungsüberblick:

Seitdem Nore den Rockmusiker Dex als Jugendliche im Backstage beim Springtide-Festival in Lower Whilby kennengelernt hat, schwärmt sie für ihn. Nun ist er zurück in ihrer Heimatstadt - verbittert und kreativlos. Trotzdem geht Nore auf sein Angebot ein, ihr zu zeigen, wie man mutiger lebt, bis das Angebot sowohl ihre als auch seine Welt aus den Angeln hebt...

Mein Bucheindruck: 

Das Buchcover versprüht mit seinem Farbverlauf von Rosa zu Gelb so tollen Frühlingsvibe und passt vom Design perfekt zum ersten Band der Reihe. »The Iced Caramel Coffee Agreement«  sieht aus wie ein Buch, dass man unbedingt in der Frühlingssonne auf einer Decke im Park lesen muss! 🌸🧺📖
Allerdings finde ich es etwas schade, dass die Haarlänge der auf dem Cover abgebildeten männlichen Person nicht der Beschreibung im Buch entspricht.😢

Mein Leseeindruck:

Ich liebe das Kleinstadt-Setting. Nach Lower Whilby zurückzukehren und zwei weitere Figuren aus der Kleinstadt kennenzulernen, war für mich super schön. Eleanore, die zu Beginn der Handlung in diesem genderfluiden Bienenkostüm stecken muss, und Dex, der sich scheinbar noch nicht so ganz gefunden zu haben scheint, weckten auf den ersten Seiten erstmal mein Mitleid, brachten mich aber auch zum Schmunzeln. Und wie es für Kyra Groh typisch ist, gab es im Verlauf der Handlung noch viel Charakterentwicklung und ein wohlverdientes Happy End. Ich habe Dex und Nore super gern auf ihrem Weg dorthin begleitet. 🩷💛

In der Wohlfühllektüre hat Kyra Groh auch wichtige Themen verpackt, wie zum Beispiel die Frage nach Nature and Nurture, die besonders Dex beschäftigt, oder auch gesellschaftliche Normen, unter denen vor allem Nore leidet. Mir gefällt, dass die Protagonistin nicht dem gesellschaftlich anerkannten Schönheitsideal entspricht und auf Dex trotzdem begehrenswert wirkt. Auch, wenn nicht genau beschrieben wird, welche Kleidergröße sie trägt und wie groß sie ist, wird deutlich, dass sie sich selbst als nicht der Norm entsprechend empfindet. Das Buch kritisiert diese Ideale, indem es zeigt, wie sehr sie das Selbstbild von Menschen beeinflussen können. 

Ich mochte die Szenen, die etwas mit dem Springtide-Festival und Konzerten zu tun hatten am meisten. Das erste gemeinsame Konzert von Dex und Nore wird mir besonders in Erinnerung bleiben. Da ich selbst früher viel auf Rockfestivals und -konzerte gegangen bin, war das Rock-Musik und -Festival-Thema perfekt für mich. Ich habe es sehr genossen, dass das Thema in ein Romance-Buch eingeflochten wurde. Es fühlte sich so an, als würden zwei meiner Leidenschaften miteinander vereint. In diesem Zusammenhang fand ich auch die Playlist toll, auf der ich Bands entdeckte, die ich selbst höre, was mir bisher bei anderen Büchern des Genres noch nie passiert ist. Allerdings hätte ich gern bei der Lektüre noch mehr zum Springtide-Festival und vor allem zur Organisation, für die ja immerhin Nore zuständig ist, erfahren. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

»The Iced Caramel Coffee Agreement« ist aus zwei Erzählperspektiven geschrieben, weswegen das Buch durchgehend spannend bleibt und die Figuren mir gleichermaßen ans Herz wachsen konnten.

Der Schreibstil von Kyra Groh las sich so gemütlich-locker wie auch schon im ersten Band, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders gelungen fand ich wieder die schlagfertigen Dialoge, deren Kreativität mir unfassbar viel Spaß macht. Besonders mochte ich die Dialoge zwischen ihr und ihren besten Freundinnen und natürlich zwischen ihr und Dex. 

Mein Abschlussfazit:

Die perfekte Frühlings-Picknick-Lektüre 2026! 🌸🧺📖


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Der Buchmesse-Samstag stand für mich ganz unter dem Zeichen von buchigen Begegnungen. Ich war gegen 11:00 Uhr auf der Messe und traf dann mitten in der Menschenmenge eine ehemalige Arbeitskollegin, der ich dann auch gleich ein Exemplar von »Bunte Bücherfunken« signieren durfte. Außerdem durfte ich mich sogar auf dem Beutel von ihrer Freundin verewigen. Ich hab mich total gefreut, dass Jojo Ludwig an meiner Seite war und diesen besonderen Moment für mich mit Fotos und Videos einfangen konnte. Direkt im Anschluss lief ich Sina von Sinasbuecherwelt in die Arme, die sich tierisch gefreut hat, dass ich ihr Bookie Alert Template genutzt habe. Da konnten wir es uns natürlich auch nicht nehmen lassen, ein Erinnerungsfoto zu schießen! 📸


Um 12:15 Uhr fand ich mich für einen Talk vor einer Bühne ein, allerdings fand ich die Moderatorin total anstrengend. In meinen Augen hat sie viel zu viel Raum eingenommen und ich überlegte geschlagene 10 Minuten, wie ich möglichst unauffällig verschwinden konnte. 🙈🥶
Spoiler: So ganz unauffällig gelang es mir leider nicht, weil ich mich einmal quer durch den Publikumsraum und durch eine Absperrung kämpfen musste, um den Talk zu verlassen... 🙄

Außerdem kündigten sich dann bei mir leider Kopfschmerzen an, vermutlich durch die doch sehr stickige Luft und die doch sehr große Lautstärke auf der Messe. Trotzdem schaute ich noch um 13:00 bei dem Loewe Intense-Talk von Gabriella Santos de Lima und Carolin Wahl vorbei. Bei dem Talk erzählte Gabriella, dass sie schon mal in Südfrankreich gewesen sei, aber für ihre »Fleur de Lavande«-Reihe nochmal für die Recherche nach Südfrankreich gefahren sei, um die Lavendelfelder zu sehen. Bei der Recherche-Reise sei es zu einer Reifenpanne gekommen, die es auch so ähnlich in die Buchreihe geschafft hätte. Bei der Frage, was das Schönste am Autorinnen-Sein wäre, waren sich die beiden Autorinnen einig. Für Carolin seien es die positiven Rückmeldungen darüber, was ihre Bücher den Leserinnen bedeuten und für Gabriella, die selbst Liebesromane oft zu unrealistisch gefunden und sich nicht gesehen gefühlt habe, sei es das Schönste, wenn Leserinnen schreiben, dass sie sich gesehen fühlen. Das habe sie sich für sich selbst immer gewünscht. Das Interview hielt auch eine etwas ungewöhnliche Frage für die beiden Autorinnen bereit. So sollten sie angeben, ob sie lieber ihr Lieblingsbuch verleihen oder einen Wasserschaden in einem beliebigen Buch ertragen wollen würden. Für Gabriella steht schnell fest, dass sie lieber ihr Lieblingsbuch verleihen möchte, da sie die Geschichte mit ihren Freundinnen teilen möchte und ohnehin selbst Eselsohren in Bücher macht. Carolin hingegen präferiert den Wasserschaden. Eines ihrer Bücher sei auch schon mal in der Badewanne gelandet. Ihr Lieblingsbuch sei signiert und 23. Mal gelesen. Wenn das nicht mehr zurückkommen würde, wie es war, wäre das nicht schön. 


Nach dem Talk war ich super erleichtert, dass Jojo und Quinn auch die Messe verlassen wollten. Wir drehten noch schnell den restliche Contend für die Reel-Ideen von Jojo mit Talia May, Ju Hex und deys Lektor und machten uns dann auf in ein asiatisches Restaurant, um vor unseren Abendveranstaltungen noch etwas Kraft zu tanken. Zwar war ich etwas traurig, dass ich den Talk von Sophie Edina, Ju Hex und Talia May verpassen würde, aber das Ruhebedürfnis meines Körpers wollte auch respektiert werden. Das Essen war super lecker und danach ging es mir direkt besser. Nach dem Essen kehrten wir in unsere Unterkunft zurück, wo wir uns für die Abendveranstaltungen ready machten. Für Jojo und Quinn stand eine live Schreib-Podcast-Aufnahme auf dem Plan und für mich der »Missing Page Murder Club« - Ein Dinnerabend mit Katie Kento. 🍴🕯️📖

Das Dinner war einfach so schön. Der One-Verlag hatte mit der Villa Rosenthal den perfekten Ort für die Veranstaltung zu dem neuen Buch von Katie Kento gefunden, welches ja in einem alten Herrenhaus spielt, und alles passend dekoriert. Im Vorzimmer gab es eine Tatort-Silhouette, eine Fahndungswand zum Polaroids machen und einen Büchertisch, der mit Tatort-Flatterband umwickelt war. In die Tatort-Silhouette legte ich mich sogar später noch für ein Erinnerungsfoto. Der Saal wartete dann mit echtem Herrenhaus-Charme auf. Auf den Tischen standen Kerzenleuchter und alles war bereits für uns eingedeckt. Ich fühlte mich, als wäre ich direkt in »Missing Page« gelandet und hatte totales Glück mit meinem Tisch: Ich saß nicht nur super nah an der Bühne mit einem guten Blick auf Katie, sondern hatte auch die besten Sitznachbarinnen. Die meisten von meinem Tisch waren allein da, weswegen wir super schnell ins Gespräch kamen. Und genau das liebe ich so an der Buchbubble: Man hat direkt ein Gesprächsthema und fühlt sich schnell miteinander verbunden. Im Laufe des Abends führten wir tolle Gespräche und später unterstützten wir uns beim Fotos machen. Katie wurde zunächst kurz interviewt. Durch das Interview gelangten wir an spannende Hintergrund-Infos. So erfuhren wir zum Beispiel, dass das Page Overlay eine Idee von Katies Agentin gewesen war und Katie es selbst mit Gegenständen auf ihrem Schreibtisch fotografiert hatte. Außerdem sei »Missing Page« das erste Buch gewesen, dass Katie auf den Vorschlag von einem Verlag geschrieben hätte. Ihr sei das Thema "Schreibworkshop" vorgeschlagen worden, woraufhin ihr sofort das Herrenhaus in Schottland in den Sinn gekommen sei. Auch der Titel habe dann schon vor dem Schreiben festgestanden. Ich liebe solche Einblicke in die Entstehungsprozesse von Büchern sehr! Nach dem Interview las Katie aus »Missing Page« vor und im Anschluss daran traten die einzelnen Tische in einem Schätz-Quiz gegeneinander an, bei dem es ein Shelfie von »Hotel Ambrosia« zu gewinnen gab. Unser Tisch gewann leider nicht, aber wir hatten trotzdem total viel Spaß beim Miträtseln. Abschließend signierte Katie noch unsere Bücher und posierte für Fotos mit uns. Zwischen den einzelnen Programm-Punkten wurden die Gänge des Essens serviert. Das Menü war übrigens super lecker und es gab immer eine vegetarische Alternative. Der Abend war für mich wirklich ein Messe-Highlight! One-Events sind absolut empfehlenswert! 😍

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Wow, wie krass war der Messe-Freitag?😲Für mich wird der Tag immer in meinem Bücher-Herzen bleiben! Er war bisher wirklich meine schönste Buchmesse-Erfahrung! 😍📚

Ich bin mit dem Flixbus von Berlin aus angereist, der praktischerweise direkt vor dem Messegelände hielt. Dank meines Presseausweises war ich dann auch super schnell mit dem Einlass und der Garderobe fertig. Mit einem kribbeligen Gefühl machte ich mich dann auf Richtung Halle 3. Dort habe ich als erstes mein Büchlein aus dem »Projekt Farbenspiel« am Stand vom Wreaders-Verlag besucht. Meine Coverdesignerin Mo Weinert und meine Verlegerin Lena Weinert waren leider nicht am Stand, aber es war so schön, »Bunte Bücherfunken« gemeinsam mit den anderen Projekt-Büchlein auf der Leipziger Buchmesse zu sehen. Außerdem war ich mir sicher, die beiden noch an einem anderen Tag sehen zu können. 🥰


Danach habe ich mich mit Nadja Kasolowsky, Quinn Menger und Yara Elison am BoD-Stand getroffen, um unsere Anthologie »Queer through the year« zu signieren. Dafür hatte ich natürlich wieder meine Einhorn-Sticker dabei, für ganz viel Queer-Joy. 🦄

Das Signieren war dann ein ganz besonderer Moment. So lange habe ich davon geträumt, mal ein Buch auf der Leipziger Buchmesse signieren zu können, und dann war's plötzlich so weit! Ich hab's so geliebt, diesen Moment zusammen mit den anderen Antho-Autor:innen zu zelebrieren. 
🥹📖🌈

Leider haben es nicht sehr viele Antho-Exemplare auf den BoD-Stand geschafft, weswegen sie einfach schon kurz nach dem Signieren ausverkauft waren, und Jojo Ludwig, dey erst später auf die Messe kam, gar nicht mehr signieren konnte. Aber BoD hat dann noch kleine Interviews mit uns gedreht. Das war einfach so cool, vor allem, weil ich ein großes Fangirl vom BoD-Instagram-Account bin. Falls ihr euch dazu Einblicke wünscht, schaut gern bei diesem Reel vorbei. 🎥


Danach habe ich noch nach sapphic Büchern und Bookmerch gestöbert und ein Interview mit Bianka Behrend, die ich vorher noch gar nicht kannte, und Kathinka Engel, deren Badger Books Reihe ich so sehr geliebt habe, sehr genossen. Dabei habe ich entdeckt, dass Bianka sogar an der selben Uni studiert hat wie ich. Was für ein krasser Zufall. Womöglich hatten wir sogar die selben Dozierenden. Außerdem war ich sehr in Love mit ihren Regenbogensocken und ihrem Regenbogen-Armband! 🌈

Die Atmosphäre bei dem Interview war sehr entspannt und gelöst. Auf mich wirkte es, als würden die beiden Schriftstellerinnen sich schon ewig kennen und ich mochte sehr, wie sie sich gegenseitig die Bälle zuspielten und für Lacher sorgten. Die Moderatorin hatte eine angenehme, ruhige Art, nahm sich selbst zurück und ließ den beiden genug Raum zum Antworten. Ihre Interview-Fragen fand ich gut überlegt, passend und super interessant.

Zunächst wurden die beiden Autorinnen zu den Büchern befragt, die ihre buchige Leidenschaft geweckt haben. Bei Bianka seien das TKKG, die fünf Freunde, das magische Baumhaus und später Warrior Cats gewesen. Für Kathinka habe die Bücher-Liebe mit Winnie Pooh und Astrid Lindgren begonnen. Im weiteren Verlauf des Interviews ging es darum, wie die beiden Frauen zum Schreiben gekommen waren. Bianka erzählte, dass sie zusammen mit ihrem Bruder auf der alten Schreibmaschine ihrer Oma geschrieben habe, nachdem sie sich gelangweilt hätten und die Oma vorgeschlagen hätte: "Macht doch mal was damit!". Jahre später habe ihre Oma ihr die geschriebenen Seiten zurückgegeben und aus ihnen sei dann Biankas erstes Buch entstanden. Kathinkas Schreib-Motivation gründete darauf, dass es das, was sie lesen wollte schlichtweg nicht gab. So hätte begonnen Geschichten zu schreiben, die sie lesen wollte. Auch andere buchweltbezogene Tätigkeiten der beiden spielten bei dem Interview eine Rolle. Über das Malen, Illustrieren und Bodypainten sagte Bianka, dass es nur 30% ihres Jobs ausmachen würde und Kathinka erzählte, dass das Lektorieren und das Schreiben sich gegenseitig stark befruchten würden. Ihre Tätigkeit als Lektorin mache sie in ihren Augen zu einer besseren Autorin und umgekehrt. Außerdem sei sie auch für den englischen ebook-Verlag, für den sie lektoriert, als Übersetzerin von ebooks tätig gewesen. Dies sei noch einmal eine ganz andere Art und Weise sich Text zu nähern. Abschließend scherzte sie, sie habe in jeden Bereich der Buchbranche mal reingeschnuppert. Auch über einen klassischen Tag berichteten beide. Bianka gab an, bereits um 05:30 Uhr aufzustehen, um dann die Pferde zu füttern. Während sie darauf warte, dass eines der etwas langsameren Pferde aufesse, würde sie lesen und sich danach an fünf Tagen der Woche Zeit zum Schreiben nehmen. Allerdings klappe das nie am Stück, da sie auch einen Nebenjob bei den Eltern, ein Ehrenamt und ein Social Life habe. Meistens schreibe sie auf dem Sofa. Ganz anders gestaltet es sich bei Kathinka. Sie stehe zwar auch früh auf, füttere aber nur ihre Katzen und schreibe auf einem ergonomischen Schreibtischstuhl - jeden Tag ein Pensum von unterschiedlicher Länge - danach kümmere sie sich um Lektorate und Social Media. Schließlich stellte die Moderatorin ihnen die Frage, ob Release-Days für sie eher wie ein Geburtstag oder wie ein Prüfungstermin wären.  Kathinka beschrieb sie als eine Mischung aus Geburtstag und Prüfungstermin aber tuned down im Vergleich zum Debüt. Sie betonte, es sei sehr viel unromantischer als man denkt, da sie trotzdem ihr Pensum schaffen müsse und Abgabefristen hätte. Bianka stimmte dem zu. Darüber hinaus wollte die Moderatorin wissen, wie die beiden Schriftstellerinnen mit Zweifeln umgehen, und wir erfuhren, dass Bianka spazieren geht, wenn sie zweifelt, wohingegen Kathinka ihr Zweifeln als Zeichen für Wachstum sieht. 
Das Interview endete mit der Frage nach einer Leseempfehlung aus dem letzten Jahr, woraufhin Bianka »Atmosphere« von Taylor Jenkins Reid empfahl, bei dem sie durchgeheult hätte, und Kathinka »Der Gott des Waldes« von Liz Moore als so atmosphärisch und stark aufgebaut lobte. Außerdem freue sie sich auf Kyra Grohs neues Buch »The Iced Caramel Coffee Agreement«. 

Es war einfach so cool, dass sich zu den Gemeinsamkeiten zwischen mir und Bianka in Form von der Uni und der Queerness auch noch ein gemeinsames Lieblingsbuch gesellte. Durch das Interview habe ich nun große Lust, auch ihre Bücher zu entdecken! 👀📖

Meine Rezension zu »Atmosphere« findet ihr übrigens hier.
Spoiler: Auch ich habe geheult! 😄



Nach dem Interview blieben die beiden Autorinnen noch zum Fotos machen und Signieren ihrer Bücher oder Charakter-Karten. Ich fand es so toll, wie viel Zeit sie sich nahmen, genoss es, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und freute mich natürlich auch riesig über die signierten Charakter-Karten. 🥰

Anschließend holte ich mir im Signierbereich auch noch eine Unterschrift von Kyra Groh in ihrem neuen Buch »The Iced Caramel Coffee Agreement«, das ich dank Vorablesen.de bereits lesen durfte. Beim Warten in der Schlange machte ich eine tolle Bekanntschaft, mit der ich nicht nur die Lese-Leidenschaft sondern auch die Frankreich-Liebe teilte, und traf Sophia (mit_buch_in_eine_andere_welt) wieder, die ich letztes Jahr auf der Messe kennengelernt hatte. Genau dieses Klassentreffen-Feeling liebe ich so an der Buchbubble! 🫶🏼

Zum 
Abschluss drehte ich dann noch zusammen mit Jojo Ludwig und Quinn Menger Content für ein paar Reels im Sonnenuntergang draußen vor der Messehalle, die sich wunderschön im Wasser spiegelte. So lange, bis die Messe schloss und wir zur Garderobe zurückrennen mussten, um unsere Koffer, Rucksäcke und Jacken noch wiederzubekommen und in unsere Unterkunft fahren zu können. 😄




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Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Da ich vom ersten Band der Reihe sehr begeistert war und auch Band zwei gelesen hatte, wollte ich natürlich auch die Reihe zu Ende lesen. Bei der Premierenlesung in Berlin wollte ich mir eigentlich ein Print-Exemplar holen, aber als ich dann merkte, dass die Erstauflage einen Farbschnitt hatte und ich aber Band eins ohne Farbschnitt im Regal zu stehen hatte, fragte ich »Purple Clouds - Bittersweet« als E-Book-Rezensionsexemplar in der Netgalley an. Vielen Dank, an dieser Stelle nochmal dafür, dass ich das E-Book lesen durfte. 

Handlungsüberblick:

ACHTUNG BAND 3

Xander arbeitet als Illustrator beim Kultmagazin Purple Clouds, allerdings läuft sein Comic nicht besonders gut. Daraufhin stellt seine Chefin als Unterstützung ausgerechnet Linh ein, die den Comic und somit seine Zeichenskills öffentlich kritisiert. Es dauert nicht lange, bis zwischen den beiden die Fetzen fliegen. Schaffen sie es trotzdem, den Comic zu retten? Und können aus den Enemies vielleicht auch Lovers werden?

Mein E-Book-Eindruck:

Die Covergestaltung von »Purple Clouds - Bittersweet« passt hervorragend zu den beiden vorherigen Bänden. Es lässt sich klar erkennen, dass die Bücher eine Reihe bilden. Mir gefällt sehr, dass die Protagonist:innen auf dem Cover abgebildet sind. Auf diese Weise konnte ich sie mir beim Lesen gut vorstellen. Der Vorteil von der E-Book-Ausgabe liegt in meinen Augen vor allem darin, dass ich mir keine Gedanken über den vorhandenen oder den fehlenden Farbschnitt im Bücherregal machen muss.

Mein Leseeindruck:

Dadurch, dass mir der erste Band so gut gefallen hat, waren meine Erwartungen zu »Purple Clouds - Bittersweet« sehr hoch. Ich freute mich, das tolle Verlags- und WG-Setting und die Protagonist:innen aus den ersten Bänden wiederzusehen. Bei Purple Clouds würde ich immer noch gerne selbst arbeiten. Besonders mochte ich auch die freundschaftliche Liebe, die immer in dem, was seine Freund:innen über Xanders sagten, mitschwang. 

Allerdings war die Geschichte viel düsterer als die Geschichten der ersten beiden Bände und mir fiel es sehr viel schwerer, mich in die Protagonist:innen hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufiebern. Was wahrscheinlich auch zu einem großen Teil daran lag, dass ich den Protagonist:innen sehr viel unähnlicher war als der neurodivergenten Deb aus Band eins. Außerdem zog sich die Geschichte in meinen Augen ganz schön und auch, wenn ich die eingefügten Zeitungsartikel cool und die darin behandelten Themen der toxischen Männlichkeit sehr wichtig fand, war es für mich zu vorhersehbar, wer hinter ihnen steckte. 

Mit dem Thema der toxischen Männlichkeit greift das E-Book ein sehr aktuelles und wichtiges Thema auf. Ich finde es toll, dass das Thema Eingang in die Unterhaltungsliteratur findet und so vielleicht nochmal andere Menschen erreicht, als diejenigen, die wissenschaftliche Bücher lesen. Besonders gelungen fand ich in diesem Zusammenhang das Nachwort, in dem sich die Autorin nochmal zu dem Thema der toxischen Männlichkeit äußerte. In meinen Augen kann es helfen, die Thematik besser einzuordnen. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

»Purple Clouds - Bittersweet« ist hauptsächlich aus zwei Ich-Perspektiven erzählt. Zudem wurden von der Autorin Zeitungsartikel eingeflochten, die den Feminismus-Magazin-Vibe in meinen Augen gut unterstützten.

In Band eins hatte mich Xander durch seine verschlossene Art sehr neugierig gemacht. Ich fragte mich, welcher Frau es wohl gelingen würde, ihn zu knacken. Dadurch, dass »Purple Clouds - Bittersweet« allerdings größtenteils in zwei Ich-Perspektiven erzählt wird, geht ein großer Teil seiner Verschlossenheit und der damit verbundene Spannung verloren. Auch, wenn ich seine Perspektive gern gelesen habe, fragte ich mich, ob es nicht für die Aufrechterhaltung der geheimnisvollen Spannung besser gewesen wäre, auf seine Ich-Perspektive zu verzichten. 

Leider hatte ich beim Lesen der Ich-Erzählperspektiven an einigen Stellen das Gefühl, dass das Lektorat geschludert hat. Was mich wirklich negativ überrascht hat, denn bei dem ersten Band hatte ich dieses Gefühl nicht. Ich habe sehr viel mehr Stellen, die mir negativ aufgefallen sind, markiert, als Stellen, die mir positiv aufgefallen sind. An mehreren Stellen fehlten Wörter und manche Formulierungen lasen sich für mich sogar so, als hätte sie Jemand geschrieben, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist. So hieß es zum Beispiel an einer Stelle "Audienz", was vermutlich eine Übersetzung des Englischen Wortes "audience" sein sollte, was aber eher mit "Publikum" oder mit "Reichweite" hätte übersetzt oder als Anglizismus beibehalten werden sollen. Eine Audienz gibt schließlich der König. An anderer Stelle hieß es, sie würde "seine Hand entgegennehmen", was bei festgewachsenen Gliedmaßen ja auch nicht möglich ist und sie eilten "der Garderobe zu Hilfe", was auch nicht funktioniert, denn eine Garderobe ist ja kein Mensch, sondern ein Gegenstand. Die Berufsbezeichnung für Menschen, die an der Garderobe arbeiten, ist Garderobier oder Garderobiere, je nach Gender. All diese Fehler haben mein Leseerlebnis doch ganz schön gestört. Der Lyx-Verlag war mal mein Lieblingsverlag, allerdings finde ich, dass bei diesem Buch seine Qualität ziemlich nachgelassen hat. Einfach schade. 

Mein Abschlussfazit:

»Purple Clouds - Bittersweet« ist für mich leider der schwächste Band der »Purple Clouds«-Reihe. 😢



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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Als Christina Caglioti mich gefragt hat, ob ich Lust hätte, »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« zu rezensieren, habe ich mich super doll gefreut, weil es schon sehr lange auf meiner Wunschliste stand. Vielen Dank auch an dieser Stelle nochmal für das Rezensionsexemplar. 🫶

Handlungsüberblick:

Albas größter Traum wird Wirklichkeit: Sie darf nach Zaragoza für ein vierwöchiges Praktikum bei ihrem Idol, der Künstlerin Sofía, die schon lange Zeit gar keine Praktikant:innen mehr angenommen hat. Als Alba schließlich Sofía trifft, ist schnell klar, dass sie mehr sein will als ihre Mentorin. Und auch Alba fühlt sich zu ihr hingezogen. Doch Sofia ist ein Sturm aus Verlangen und Hingabe, der Albas Herz mit einem unberechenbaren Spiel aus Distanz und Nähe zu verwüsten droht. Wird es Alba gelingen, sich selbst und ihren Träumen treu zu bleiben?

Mein Bucheindruck:

Das Cover von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« ist so eine Schönheit und fängt den leidenschaftlich-zerstörerischen Vibe des Inhalts perfekt ein. Ich liebe die Farben und den Zeichenstil, der das Cover wie ein Gemälde und damit passend zu dem Kunst-Setting des Buches wirken lässt. Aber nicht nur das Cover wurde von der Designerin Lara Isabella Kunze (@polarisieren) wunderschön gestaltet, auch im Buch gibt es schwarz-weiße Illustrationen, die die Wochen voneinander trennen, und eine schwarz-weiße Illustration von Sofía und Alba an der passenden Stelle, wodurch das Buch liebevoll durchdacht erscheint.

Mein Leseeindruck:

Da mich die Kunstwelt sehr fasziniert, war das Setting von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« einfach perfekt für mich. Ich liebte die Szenen, in denen gemeinsam Kunst analysiert oder erschaffen wurde und konnte mir auch die beschriebenen Kunstwerke der Figuren gut vorstellen. 🎨

Dieses idyllisch-kreative Setting steht in Kontrast zu der Handlung, in welcher der Untertitel des Buches Programm ist. Als Leserin wurde ich nämlich genau wie Alba von einem Sturm überrollt und hegte die gesamte Lektüre über die bange Hoffnung, dass wir unversehrt aus ihm hervorgehen. 

Der Fokus liegt bis zur letzten Seite klar auf Alba, die anderen Figuren blieben etwas ungreifbar, aber ich denke, das ist auch von Christina Caglioti gewollt, weil dies deren Undurchschaubarkeit unterstützt. An Alba hat mich am meisten die Beharrlichkeit begeistert, mit der sie für ihren Traum kämpft. Albas Gefühle und vor allem das Misstrauen, das sie im Laufe des Buches nicht nur Sofía gegenüber, sondern auch anderen Figuren gegenüber entwickelt, waren stets greifbar und für mich sehr nachvollziehbar, weil ich mich schon in einer ähnlichen Situation befunden habe. Ich denke, jede Person, die sich schon mal in eine toxische Person verliebt hat, wird sich in Alba wiederfinden können. Wie schwer es ist, sich von einer toxischen Person zu lösen, wurde in meinen Augen von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« gut gezeigt. Für meinen Geschmack hätte es neben den distanzierteren Szenen allerdings noch mehr spicy und romantische Szenen geben können, um das Spiel mit Distanz und Nähe noch mehr herauszuarbeiten  und meine Bindung an Sofía zu stärken, um noch besser nachvollziehen zu können, warum Alba so an Sofía hängt. Aber vielleicht hätte ich dann die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden am Ende mehr bedauert und das wäre sicher nicht im Sinne des Buches gewesen.

Das Ende ist zwar kein klassisches Happy End, ich habe es aber als sehr empowernd empfunden und war sehr erleichtert, dass das Buch auf diese Weise ausging. Es hat in mir den Glauben gefestigt, dass nach jedem Sturm Ruhe einkehren kann. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Ich habe letztes Jahr »Weil ich dich (mich) liebe« von Christina Caglioti gelesen, welches 2023 erschienen ist, und bin beeindruckt wie sehr sich die Autorin mit ihrem neuen Buch erzähltechnisch weiterentwickelt hat. 

»Sofía - ein Sturm in Zaragoza« ist aus Albas Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben, was perfekt zu der erzählten Geschichte passt, da die Erzählweise die Undurchschaubarkeit und Unvorhersehbarkeit von Sofía, aber auch einigen anderen Nebencharakteren verstärkt und so die geheimnisvoll-bedrückende Atmosphäre aufrechterhält, in der Alba nicht weiß, wem sie vertrauen kann. 

Mein Abschlussfazit:

Lass dir von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« dein Herz verwüsten und dich darin bestärken, dass nach einem Sturm wieder Ruhe einkehren kann. ❤️‍🩹



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Seite 72 // 308
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