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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Als Christina Caglioti mich gefragt hat, ob ich Lust hätte, »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« zu rezensieren, habe ich mich super doll gefreut, weil es schon sehr lange auf meiner Wunschliste stand. Vielen Dank auch an dieser Stelle nochmal für das Rezensionsexemplar. 🫶

Handlungsüberblick:

Albas größter Traum wird Wirklichkeit: Sie darf nach Zaragoza für ein vierwöchiges Praktikum bei ihrem Idol, der Künstlerin Sofía, die schon lange Zeit gar keine Praktikant:innen mehr angenommen hat. Als Alba schließlich Sofía trifft, ist schnell klar, dass sie mehr sein will als ihre Mentorin. Und auch Alba fühlt sich zu ihr hingezogen. Doch Sofia ist ein Sturm aus Verlangen und Hingabe, der Albas Herz mit einem unberechenbaren Spiel aus Distanz und Nähe zu verwüsten droht. Wird es Alba gelingen, sich selbst und ihren Träumen treu zu bleiben?

Mein Bucheindruck:

Das Cover von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« ist so eine Schönheit und fängt den leidenschaftlich-zerstörerischen Vibe des Inhalts perfekt ein. Ich liebe die Farben und den Zeichenstil, der das Cover wie ein Gemälde und damit passend zu dem Kunst-Setting des Buches wirken lässt. Aber nicht nur das Cover wurde von der Designerin Lara Isabella Kunze (@polarisieren) wunderschön gestaltet, auch im Buch gibt es schwarz-weiße Illustrationen, die die Wochen voneinander trennen, und eine schwarz-weiße Illustration von Sofía und Alba an der passenden Stelle, wodurch das Buch liebevoll durchdacht erscheint.

Mein Leseeindruck:

Da mich die Kunstwelt sehr fasziniert, war das Setting von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« einfach perfekt für mich. Ich liebte die Szenen, in denen gemeinsam Kunst analysiert oder erschaffen wurde und konnte mir auch die beschriebenen Kunstwerke der Figuren gut vorstellen. 🎨

Dieses idyllisch-kreative Setting steht in Kontrast zu der Handlung, in welcher der Untertitel des Buches Programm ist. Als Leserin wurde ich nämlich genau wie Alba von einem Sturm überrollt und hegte die gesamte Lektüre über die bange Hoffnung, dass wir unversehrt aus ihm hervorgehen. 

Der Fokus liegt bis zur letzten Seite klar auf Alba, die anderen Figuren blieben etwas ungreifbar, aber ich denke, das ist auch von Christina Caglioti gewollt, weil dies deren Undurchschaubarkeit unterstützt. An Alba hat mich am meisten die Beharrlichkeit begeistert, mit der sie für ihren Traum kämpft. Albas Gefühle und vor allem das Misstrauen, das sie im Laufe des Buches nicht nur Sofía gegenüber, sondern auch anderen Figuren gegenüber entwickelt, waren stets greifbar und für mich sehr nachvollziehbar, weil ich mich schon in einer ähnlichen Situation befunden habe. Ich denke, jede Person, die sich schon mal in eine toxische Person verliebt hat, wird sich in Alba wiederfinden können. Wie schwer es ist, sich von einer toxischen Person zu lösen, wurde in meinen Augen von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« gut gezeigt. Für meinen Geschmack hätte es neben den distanzierteren Szenen allerdings noch mehr spicy und romantische Szenen geben können, um das Spiel mit Distanz und Nähe noch mehr herauszuarbeiten  und meine Bindung an Sofía zu stärken, um noch besser nachvollziehen zu können, warum Alba so an Sofía hängt. Aber vielleicht hätte ich dann die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden am Ende mehr bedauert und das wäre sicher nicht im Sinne des Buches gewesen.

Das Ende ist zwar kein klassisches Happy End, ich habe es aber als sehr empowernd empfunden und war sehr erleichtert, dass das Buch auf diese Weise ausging. Es hat in mir den Glauben gefestigt, dass nach jedem Sturm Ruhe einkehren kann. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Ich habe letztes Jahr »Weil ich dich (mich) liebe« von Christina Caglioti gelesen, welches 2023 erschienen ist, und bin beeindruckt wie sehr sich die Autorin mit ihrem neuen Buch erzähltechnisch weiterentwickelt hat. 

»Sofía - ein Sturm in Zaragoza« ist aus Albas Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben, was perfekt zu der erzählten Geschichte passt, da die Erzählweise die Undurchschaubarkeit und Unvorhersehbarkeit von Sofía, aber auch einigen anderen Nebencharakteren verstärkt und so die geheimnisvoll-bedrückende Atmosphäre aufrechterhält, in der Alba nicht weiß, wem sie vertrauen kann. 

Mein Abschlussfazit:

Lass dir von »Sofía - ein Sturm in Zaragoza« dein Herz verwüsten und dich darin bestärken, dass nach einem Sturm wieder Ruhe einkehren kann. ❤️‍🩹



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Wie ich auf die Graphic Novel aufmerksam wurde:

»Heartbreak Hotel« entdeckte ich, als ich durch Vorablesen.de stöberte. Eigentlich bin ich keine große Graphic-Novel-Leserin, aber das Cover sprach mich sofort an und als ich daraufhin die Leseprobe öffnete, den zuckersüß-modernen Zeichenstil sah und herausfand, dass es in der Graphic Novel eine sapphic Lovestory gibt, war's um mich geschehen. Ich wollte »Heartbreak Hotel« unbedingt weiterlesen. Vielen, vielen Dank nochmal an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

Handlungsüberblick:

Stell dir vor, es gäbe einen Ort, an den du dich bei einem gebrochenen Herzen hinwünschen und an dem du heilen kannst. Ein Hotel, mit einem Zimmer ganz nach deinem Geschmack, in dem es sogar einen Wetter-Regler und einen Wunsch-Erfüller gibt. Das ist das Heartbreak Hotel. Und dort bewohnen gerade vier Jugendliche jeweils ein Zimmer - Sapphic und achillean Heartbreak inklusive! Finde heraus, was sie dorthin gebracht hat, was sie sich wünschen und wie es für sie im »Heartbreak Hotel« weitergeht.

Mein Graphic-Novel-Eindruck:

Als ich die Graphic Novel auspackte, war ich überrascht, dass es sich um ein Hardcover handelte. Ich hatte eher mit einem Soft Cover gerechnet, fand aber, dass die Graphic Novel durch das Hardcover sehr wertig wirkte. Allerdings hätte ich mir ein Lesebändchen gewünscht. Wenn schon Hardcover, dann richtig. 😀

Das Cover ist durch seine Farben und die tollen Zeichnungen von Agnese Innocente ein echter Blickfang. Es trägt nicht nur die wichtigen Elemente sondern auch die Stimmung der Graphic Novel perfekt nach außen. Ich lieb's!

Mein Leseeindruck:

Wie cool ist denn die Idee von einem Herzschmerzhotel? Was hätte ich bei meinem Liebeskummer für eines der Zimmer gegeben? Noch dazu mit diesem Wetterregler! Den hätte ich übrigens super gerne, egal ob gebrochenes oder heiles Herz! 😀😍

Schon mit der ersten Seite der Leseprobe haben Micol Arianna Beltramini und Agnese Innocente mich mit Mayas Geschichte in ihren Bann gezogen. Ich war so gespannt, wie es für sie weitergehen würde und neugierig auf die anderen drei Jugendlichen, die im Klappentext angeteasert wurden. Als ich dann die Graphic Novel endlich in den Händen hielt, wollte ich eigentlich nur ein Bisschen vor dem Einschlafen weiterlesen, aber ich bin nur so durch die Seiten geflogen, habe völlig die Zeit vergessen und bis Mitternacht weitergelesen. Was für ein Lesesog! Anschließend war ich selbst überrascht, wie schnell ich »Heartbreak Hotel« ausgelesen hatte. 

Im Laufe der Handlung nahm Maya die Leser:innen zu Martin, Fiona und Finn mit. Durch die unterschiedlichen Schicksale und Persönlichkeiten der vier Jugendlichen blieb die Handlung durchweg spannend. Jede der vier Herzschmerzgeschichten war berührend, doch Maya war mir von allen Figuren am nächsten, was vermutlich auch daran liegt, dass sie die Leser:innen am längsten begleitet, aber auch daran, dass wir beide Frauen lieben. Ich konnte mich unheimlich gut in sie einfühlen und hatte das Gefühl, durch sie mich als Teenie zutreffen. 
Ich erinnere mich noch so gut an meine erste Verliebtheit in ein Mädchen, all das euphorische Kribbeln und den schlimmen Liebeskummer. Diese intensiven Emotionen nicht nur in Textform, sondern auch in Zeichnungen eingefangen zu sehen, war etwas ganz Besonderes. 🥹 

Maya ist übrigens nicht die einzige queere Figur in der Graphic Novel. Und ich finde es einfach super, dass es in »Heartbreak Hotel« auch sapphic und achillean Herzschmerz gibt. Queere Repräsentation ist so wichtig. Heute mehr denn je! Und wenn sie so liebevoll und feinfühlig stattfindet, bin ich einfach nur begeistert! #queerjoy🌈

»Heartbreak Hotel« zeigt durch die vier unterschiedlichen Schicksale, wie vielschichtig das Thema Liebeskummer sein kann. Auch, wenn ich die Präsenz von Zigaretten für eine Jugend-Graphic-Novel unangemessen fand, ich das Ende leider nicht ganz verstanden habe (was daran liegen kann, dass ich noch nicht so oft Graphic Novels gelesen habe) und mir ein klareres Ende mit stärkerem Happy End gewünscht habe, denke ich, dass die Graphic Novel Jugendlichen, die Herzschmerz durchleben, Halt und Hoffnung geben und ihnen dabei helfen kann, sich weniger allein zu fühlen - ganz egal welches Gender und welche sexuelle Orientierung sie haben. 

Mein Eindruck vom Zeichenstil:

Ich liebe den zuckersüß-modernen Zeichenstil von Agnese Innocente, der so viel Gemütlichkeit ausstrahlt und dadurch im Kontrast zu der doch recht ernsten Handlung steht. Die Figuren sind so liebevoll gestaltet, dass ich sie direkt ins Herz geschlossen habe. Außerdem finde ich die Farbwahl bei den Zeichnungen total gelungen, wie zum Beispiel bei Lauras und Mayas Balkon-Szene, weil sie Sonnenuntergangsvibes ausstrahlt und gleichzeitig aus den Farben der lesbischen und bisexuellen Fahne besteht. Einfach ein perfect Match mit so viel Liebe zum Detail. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Micol Arianna Beltraminis Schreibstil passt hervorragend zu dem zuckersüß-modernen Zeichenstil von Agnese Innocente. Er ist jugendlich, kurzweilig und brachte mich auch oft zum Schmunzeln.

Mein Abschlussfazit:

Graphic Novel - but make it zuckersüß-modern und queer!🌈



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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Als ich im September durch die Stände auf der »BuchBerlin« störberte, entdeckte ich auch den Stand von Mary Lee Wagner. Die Thematik des Buches machte mich neugierig und als die Autorin ein paar Wochen später auf ihrem Instagram-Account nach Rezensent:innen suchte, bewarb ich mich direkt und freute mich riesig darüber »Viktor« lesen und rezensieren zu dürfen. 

Handlungsüberblick:

Die Freundschaft von Sarah und Viktor droht zu zerbrechen, als Viktor an ihrem geheimen Treffpunkt jemanden ermordet und sich vor Gericht für die Tat verantworten muss. Sarah erkennt ihren Freund, dem sie immer alles anvertrauen konnte und der sie immer vor all ihren Klassenkamerad:innen verteidigt hat, nicht wieder. Zwischen Ohnmacht, Wut und Vermissen mischen sich so viele offene Fragen und die Angst, dass er für sie getötet hat. Ob sie ihm je verzeihen kann?

Mein Bucheindruck:

Das Buchcover passt perfekt zum Buch. Mir gefällt, dass es die beiden Portagonist:innen an einem wichtigen Ort der Geschichte zeigt und gleichzeitig die geheimnisvoll-düstere Atmosphäre des Buches einfängt. Aber nicht nur außen ist das Buch stimmig designt, auch innen gibt es ein paar schwarz-weiße Zeichnungen zu den unterschiedlichen Teilen des Buches, die hervorragend zu der Geschichte passen. 

Mein Leseeindruck:

»Viktor« erzählt die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft und geht dabei gezielt gegen das leider noch immer vorherrschende Vorurteil, dass Freundschaften zwischen Jungen und Mädchen nicht möglich wären, vor, was mir sehr gefallen hat! Da das Buch das Thema Mobbing behandelt und versucht, die Frage zu beantworten, was eine Freundschaft aushalten kann, ist »Viktor« allerdings keine leichte Lektüre. Hin und wieder musste ich beim Lesen pausieren, weil ich an eigene Mobbing-Erfahrungen denken musste, die noch nicht ganz verheilt sind. In gewisser Weise habe ich das Buch für meine innere Teenagerin gelesen, denn zu der Zeit, in der ich selbst gemobbt wurde, hätte ich mir genau so ein Buch wie »Viktor« gewünscht. Es hätte mir gezeigt, dass ich nicht alleine mit meinen Erfahrungen bin und es nicht an mir liegt. Heute, Jahre später nach diesen schrecklichen Erfahrungen, hatte ich einfach so sehr Mitleid mit der Protagonistin und meinem früheren Ich. 

Bei der Lektüre konnte ich mich durch meine eigenen Mobbingerfahrungen, aber auch durch ihre Queerness und ihren coolen Metal-Musikgeschmack mit Sarah identifizieren. Ich mochte, dass ihre Queerness so casual eingebaut wurde. Da ich selbst auch queer bin, ist queere Repräsentation mir in der Literatur super wichtig! Auch, dass Bands oder Songtitel, die Sarah hört, genannt wurden, fand ich toll. Durch sie wirkte die Protagonistin auf mich greifbarer. Zudem kann durch sie eine weitere Erzählebene entstehen, wenn man die Song der Bands kennt, und weiß, worüber in ihnen gesungen wird. 

Viktor blieb für mich, auch wenn es Teile aus seiner Perspektive gab, das ganze Buch über etwas ungreifbar. Das fand ich zwar etwas schade, aber ich denke, wenn es anders wäre, würde auch ein Teil der geheimnisvollen Wirkung des Buches verloren gehen. 

Manchmal kamen mir die Protagonist:innen älter vor, als sie geschrieben waren, denn einige Dinge, die sich zum Beispiel in der vierten Klasse ereigneten, erschienen mir für diese Klassenstufe ganz schön heftig. Diese Dinge, hätte ich auf Grund von eigenen Erfahrungen und den Beobachtungen meiner Schüler:innen eher in der siebten/achten Klasse verortet. Allerdings ist natürlich jeder Mobbing-Fall individuell. Und durch das geringe Alter der Protagonist:innen wirken die fiktiven Vorfälle auch nochmal krasser.

Mary Lee Wagners Buch bleibt lange im Gedächtnis und lädt zu Gedankenexperimenten ein. Bei der Lektüre fragte ich mich sowohl, wie es mir gegangen wäre, wenn Jemand meine Mobber:innen aus der achten und neunten Klasse umgebracht hätte - denn wie oft habe ich mir genau das als Jugendliche gewünscht? - als auch, ob ich bereit wäre, für eine befreundete Person zu töten - um zu dem Schluss zu kommen, dass das Mord keine geeignete Lösung sein kann. Viel eher läge die Lösung in Aufklärungsarbeit, Einsicht und Verhaltensänderungen seitens der Mobber.

»Viktor« setzt ein klares Zeichen gegen Mobbing, das in meinen Augen super wichtig ist. Ich denke, das Buch kann betroffenen Jugendlichen dabei helfen, sich weniger allein mit ihren Erfahrungen zu fühlen und zu verstehen, dass es nicht an ihnen liegt. Gleichzeitig macht das Buch auf die Schwachstellen unseres Bildungssystems aufmerksam. Denn Mary Lee Wagner zeigt nicht nur, was das Mobbing mit Betroffenen macht, sondern thematisiert auch die Untätigkeit und/oder Ohnmacht der Lehrpersonen. In dieser Hinsicht ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Ich finde, dass Lehrer:innen besser ausgebildet werden müssen, um in der Lage zu sein, Mobbing gezielt zu unterbinden und ein Klassenklima zu etablieren, in dem es gar nicht erst zu Mobbing kommt. Im Laufe meines Bachelor-Lehramtsstudium hatte ich ein Seminar zum Thema "Bullying", dies war allerdings ein Kurs, der gemeinsam mit vielen anderen zu ganz anderen Themen zur Wahl stand. In meinen Augen sollte er verpflichtend für alle Lehramtsstudierende sein und auch an den Schulen sollte es regelmäßig Workshops zu dem Thema geben. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Das Buch ist größtenteils in der Ich-Perspektive von Sarah geschrieben, es gab allerdings auch mehrere personale Erzählabschnitte aus der Sicht von anderen Figuren. An Mary Lee Wagners Schreibstil mochte ich die kurzen Kapitel, die unterschiedlichen POVs und Zeitebenen. Durch sie entstand eine geheimnisvolle Geschichte, die sich erst nach und nach enträtseln ließ, mich neugierig auf die Geschehnisse und ihre Zusammenhänge machte.

Mein Abschlussfazit: 

»Viktor« erzählt geheimnisvoll-düster die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft und setzt dabei ein klares Zeichen gegen Mobbing.

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Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Als großes Lin Rina Fangirl fiebere ich jedem neuen Buch von ihr entgegen. Den Erscheinungstermin von »Love & Imagination« hatte ich mir direkt mit Goldstift in meinen Planer eingetragen. Als ich das E-Book dann vor dem Erscheinungstermin lesen und rezensieren durfte, war meine Freude riesig! Vielen, vielen Dank, Lin! 🥰

Handlungsüberblick:

Stell dir vor, du bist Geschichtsdozentin und während du auf deinen Vorgesetzten wartest, bringt dich eine sexy Tätowiererin so sehr aus dem Konzept, dass sich dein Höschen auf magische Weise im Metakosmus auflöst. Zu allem Überfluss nimmt die besagte Tätowiererin durch ihre seherischen Fähigkeiten auch noch jede magische Regung wahr. Als wenn das noch nicht genug wäre, sollst du gemeinsam mit ihr eine Zeitreise in ein gefährliches Zeitalter der Vergangenheit antreten... 

Mein E-Book-Eindruck:

In meinen Augen ist das Cover von  »Love & Imagination« nicht nur zauberschön, es fängt auch perfekt den Vibe der Geschichte ein. Die beiden Hände, die sich über das Cover hinweg nicht erreichen können, verbildlichen hervorragend die anhaltende Tension zwischen den beiden Protagonistinnen. Ich liebe die edle goldene Umrahmung mit dem Ziffernblatt, die den Zeitreiseaspekt des Buches erfolgreich nach außen kehrt, und die verspielten Katzen- und Drachen-Details, die es sich auf dem Titel bequem gemacht haben, und andeuten, welche Kreaturen die Leser:innen in  »Love & Imagination« erwarten. 🐉🐈

Mein Leseeindruck:

Lin Rinas Buch ist auch innerlich ein Kunstwerk. Schon die Widmung fand ich großartig! Sie hat bewirkt, dass ich zum ersten Mal ein Buch mit einem Schmunzeln begonnen habe. 😏

Während der gesamten Lektüre war ich völlig gefesselt und konnte nicht glauben, wie schnell ich druch die Seiten flog. Am liebsten hätte ich langsamer gelesen, um länger mit den beiden Protagonistinnen Sidra und Kaliip verweilen zu können. Was soll ich mehr über die Lektüre sagen, außer, dass ich beim Lesen auf dem Heimweg im Bus vier Stationen zu weit gefahren bin, weil es so spannend war? 😃

Meine Lesehighlights waren definitiv das sich auflösende Höschen und der Spitzname, den Sidra Kaliip gibt, aber auch insgesamt das detailreiche Worldbuilding, die liebevoll gezeichneten Charaktere und die knisternde Tension zwischen den beiden Frauen. Kaliip und Sidra sind zwei so faszinierende Charaktere, dass ich gar nicht wusste, wessen Book-Girlfriend-Potential größer war. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn sich beim Lesen auch mein Höschen in Luft aufgelöst hätte. 👙✨
In Bezug auf das Worldbuilding hält Lin Rina viele Überraschungen bereit, sodass sich auch Beschreibungen spannend lesen. Besonders das Badezimmer von Kaliip hat es mir angetan, das hätte ich am liebsten sofort in meine Wohnung überführt. 🛁

Darüberhinaus mochte ich, dass Homosexualität in der  erzählten Welt als etwas völlig Selbstverständliches erscheint und uns Queers damit eine Pause von der Gegenwart gibt, die ja doch noch sehr stark von Homophobie geprägt ist. »Love & Imagination« war für mich ein Safe-Space zwischen Buchseiten, den ich sehr genossen habe. 📖🌈
Und wie cool ist es bitte, dass Seher:innen die sexuelle Orientierung anderer an ihren  Magiequellen ablesen können? Das hätte ich in der wahren Welt auch gern! 
😃

Als am gefühlsintensivsten habe ich bei der Lektüre die letzten Seiten empfunden, auf denen ich zwischen Angst und dem Gefühl von einer idylischen Sicherheit schwankte. Das Ende war für mich eine Gefühlsachterbahn der Extraklasse mit einem Cliff-Hanger as fuck! Und ich frage mich immer noch, wie ich die Wartezeit auf die Fortsetzung überstehen soll. 😳

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Lin Rina hatte sich schon vor diesem Buch in mein Herz geschrieben, aber mit »Love & Imagination« noch einmal mehr! 💜
Ich liebe, was und vor allem wie sie schreibt. Ihr Schreibstil ist wunderbar detailverspielt und lässt die fantastische Welt zum Greifen nah erscheinen. ✨

Mein Abschlussfazit:

»Love & Imagination« von Lin Rina ist in meinen Augen der bisher beste sapphic Fantasy-Reihenauftakt. Ich liebe alles daran und fiebere schon wahnsinnig der Fortsetzung entgegen! 😍


 

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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

»In mir ein ganzes Universum« stand schon ewig auf meiner Wunschliste, wie das immer so ist, bei Studierenden mit wenig Geld… 🙈 Als mich Lea Zander dann vor ein paar Wochen fragte, ob ich das Buch rezensieren würde, war ich überglücklich und sagte sofort zu. Lea schickte mir aber nicht nur das Buch, sondern eine liebevoll zusammengestellte Blogger:innen-Box, die mich total gerührt zurückließ. 🥹

Ein riesiges Merci an dieser Stelle noch mal, Lea, ich bin dir so dankbar! 🥰 🫶

Und wenn ihr neugierig auf Leas Blogger:innen-Päckchen geworden seid, geht's hier zu meinem Unpacking.  📦

Handlungsüberblick:

»In mir ein ganzes Universum« vereint Gedichte und Kurzgeschichten, die direkt ins Herz gehen und dort Hoffnung säen. Thematisch geht es darin um Angst und Schmerz, aber auch um Zuversicht und Liebe. 

Mein Bucheindruck:

Das Buch ist wunderschön designt. Auf dem Cover befindet sich eine weiß gezeichnete Figur vor einem dunklen Abendhimmel. Mit ihrem Kopf als Erde, die von den restlichen Planeten umschwirrt wird, passt sie einfach perfekt zum Titel des Buches. 🪐✨

Auch, wenn ich »In mir ein ganzes Universum« chronologisch von Anfang bis Ende gelesen habe, fand ich es toll, dass das Buch in die vier Kapitel »Von Angst und Schmerz«, »Von Hoffnung«, »Vom Leben«  und »Vom Lieben« unterteilt wurde, sodass man auch ganz nach Gefühl und Tagesform in seiner eigenen Reihenfolge lesen kann. Besonders, wenn man selbst von Depressionen und/oder einer Angststörung betroffen ist, stelle ich mir diesen Aufbau hilfreich vor. In dieser Hinsicht wirkte das Buch auf mich gut durchdacht und feinfühlig auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt.

Mein Leseeindruck:

Nachdem ich das Päckchen von Lea ausgepackt hatte, musste ich direkt loslesen. Und wenn ich sage, ich habe »In mir ein ganzes Universum« verschlungen, ist das noch zu wenig. Ich habe es inhaliert, gefühlt, gelebt! Innerhalb von einem Abend hatte ich das Buch ausgelesen und dabei zahlreiche Stellen mit Post-it's markiert. So viele, dass ich nicht einmal ein Lieblingszitat benennen kann, weil mich jedes davon so stark bewegt. 😍

Beim Lesen von Leas Texten habe ich mich so gesehen und viel weniger allein gefühlt. Auch, wenn ich keine Despressionen und keine Angstörung habe, konnte ich mich in den Texten von Lea wiederfinden. Nicht nur die Gedichte, auch ihre Kurzgeschichten sind mir im Kopf geblieben und ich freue mich schon riesig, dass Lea bald einen Roman veröffentlichen wird. Der kann nur krass werden! 🦄

Die Lektüre hielt eine Vielzahl von Gefühlen für mich bereit, aber das, was am Ende noch in mir nachhallte, war Empowerment. »In mir ein ganzes Universum« ließ mich voller Hoffnung und Inspiration für das eigene Schreiben, aber auch für das eigene Leben zurück. Dieses Gefühl in Verbindung mit dem Poesiegenuss wünsche ich euch auch. Darum: Lest unbedingt »In mir ein ganzes Universum«! 📖

Über die persönlichen Leseeindrücke hinaus, denke ich, dass Lea mit ihrem Buch einen wichtigen Beitrag für Betroffene von Depressionen und Angststörungen leistet, denn in meinen Augen brauchen sie nicht nur Ratgeberbücher, sondern auch empowernde Poesie-Bücher, die zeigen, dass man trotz Depressionen und/oder Angststörungen etwas Schönes erschaffen kann!

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Der Schreibstil von »In mir ein ganzes Universum« ist, wie auch schon in »Tausend Farben dazwischen«, zauberschön einfühlsam-poetisch. Die Posie steckt dabei nicht nur in den Gedichten, sondern schwingt auch bei den Kurzgschichten mit. Besonders ihre Wortneuschöpfungen wie "Stolperherz" oder "karamellwarm" haben sich in mein Herz geschrieben. Ich liebe Leas Schreibstil und empfinde ihn als unfassbar berührend. Es ist bewundernswert, wie es Lea gelingt, auch ernste Themen auf so eine wunderschöne Art zu vermitteln. 💕

Mein Abschlussfazit:

»In mir ein ganzes Universum« ist eine ganz große Herzensempfehlung, lest es und lasst euch von Lea Zander auf poetisch-einfühlsame Weise empowern! 🦄✨







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Seite 72 // 308
Bisher sehr amüsant!

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