Rezension zu »Purple Clouds - Bittersweet«
Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:
Da ich vom ersten Band der Reihe sehr begeistert war und auch Band zwei gelesen hatte, wollte ich natürlich auch die Reihe zu Ende lesen. Bei der Premierenlesung in Berlin wollte ich mir eigentlich ein Print-Exemplar holen, aber als ich dann merkte, dass die Erstauflage einen Farbschnitt hatte und ich aber Band eins ohne Farbschnitt im Regal zu stehen hatte, fragte ich »Purple Clouds - Bittersweet« als E-Book-Rezensionsexemplar in der Netgalley an. Vielen Dank, an dieser Stelle nochmal dafür, dass ich das E-Book lesen durfte.
Handlungsüberblick:
Mit dem Thema der toxischen Männlichkeit greift das E-Book ein sehr aktuelles und wichtiges Thema auf. Ich finde es toll, dass das Thema Eingang in die Unterhaltungsliteratur findet und so vielleicht nochmal andere Menschen erreicht, als diejenigen, die wissenschaftliche Bücher lesen. Besonders gelungen fand ich in diesem Zusammenhang das Nachwort, in dem sich die Autorin nochmal zu dem Thema der toxischen Männlichkeit äußerte. In meinen Augen kann es helfen, die Thematik besser einzuordnen.
In Band eins hatte mich Xander durch seine verschlossene Art sehr neugierig gemacht. Ich fragte mich, welcher Frau es wohl gelingen würde, ihn zu knacken. Dadurch, dass »Purple Clouds - Bittersweet« allerdings größtenteils in zwei Ich-Perspektiven erzählt wird, geht ein großer Teil seiner Verschlossenheit und der damit verbundene Spannung verloren. Auch, wenn ich seine Perspektive gern gelesen habe, fragte ich mich, ob es nicht für die Aufrechterhaltung der geheimnisvollen Spannung besser gewesen wäre, auf seine Ich-Perspektive zu verzichten.
Leider hatte ich beim Lesen der Ich-Erzählperspektiven an einigen Stellen das Gefühl, dass das Lektorat geschludert hat. Was mich wirklich negativ überrascht hat, denn bei dem ersten Band hatte ich dieses Gefühl nicht. Ich habe sehr viel mehr Stellen, die mir negativ aufgefallen sind, markiert, als Stellen, die mir positiv aufgefallen sind. An mehreren Stellen fehlten Wörter und manche Formulierungen lasen sich für mich sogar so, als hätte sie Jemand geschrieben, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist. So hieß es zum Beispiel an einer Stelle "Audienz", was vermutlich eine Übersetzung des Englischen Wortes "audience" sein sollte, was aber eher mit "Publikum" oder mit "Reichweite" hätte übersetzt oder als Anglizismus beibehalten werden sollen. Eine Audienz gibt schließlich der König. An anderer Stelle hieß es, sie würde "seine Hand entgegennehmen", was bei festgewachsenen Gliedmaßen ja auch nicht möglich ist und sie eilten "der Garderobe zu Hilfe", was auch nicht funktioniert, denn eine Garderobe ist ja kein Mensch, sondern ein Gegenstand. Die Berufsbezeichnung für Menschen, die an der Garderobe arbeiten, ist Garderobier oder Garderobiere, je nach Gender. All diese Fehler haben mein Leseerlebnis doch ganz schön gestört. Der Lyx-Verlag war mal mein Lieblingsverlag, allerdings finde ich, dass bei diesem Buch seine Qualität ziemlich nachgelassen hat. Einfach schade.



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