Rezension zu »Written into my heart«
Wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:
Als ich »Written into my heart« auf Vorablesen.de entdeckt habe, fühlte ich mich sofort von dem Cover und dem Titel angesprochen. Ich liebe Pink und Liebesgeschichten, die etwas mit der Welt der geschriebenen Worte zu tun haben.
Handlungsüberblick:
Stella ist der Sonnenschein der Kleinstadt Sunset Cove und schreibt Horoskope für die Lokalzeitung. Rowan ist ihr mürrischer Kollege und schreibt eigentlich seriöse Artikel. Doch als Stella von ihrem Freund Bryan verlassen wird, stellt sich heraus, dass Rowan hinter der Leser*innenbrief-Kolumne Dr. Love steckt, welche Ratschläge in Beziehungsdingen gibt und Bryan zur Trennung geraten hat. Na, das soll er aber mal ganz schnell wieder geradebiegen!
Mein Bucheindruck:
In echt ist das Cover genauso schön wie digital. Mir gefällt die Farbgestaltung und dass die beiden Hauptfiguren darauf abgebildet sind. Außerdem wird gleich deutlich, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt, die etwas mit der Welt der geschriebenen Worte zu tun hat. Besonders der Zeitungstitel »The New Love Times« amüsiert mich sehr.
Der Farbschnitt auf dem einfach nur die beiden Namen stehen, wirkt auf mich jedoch etwas lieblos und wenig durchdacht, fast so, als wollte der Verlag um jeden Preis einen Farbschnitt realisieren. Ich hätte mir gewünscht, dass er etwas mehr die buchige Welt nach außen trägt oder dass bei fehlenden Ideen auf ihn verzichtet wird.
Mein Leseeindruck:
Die Geschichte von Stella und Rowan war genau das amüsant-tiefgründige Lesevergnügen, das ich gerade neben dem Schreiben meiner Masterarbeit brauchte, um etwas zu entspannen. Beim Lesen habe ich viel gelacht und geschmunzelt. Stella ist einfach so witzig und auch der Schlagabtausch zwischen ihr und Rowan amüsiert mich total. Trotz des witzigen Erzähltons wurden aber auch ernste Themen behandelt, durch welche schon nach wenigen Seiten ein vielschichtiges Bild von Stella entsteht, was dazu führte, dass ich sie am liebsten in den Arm genommen hätte.
Am meisten hat mich die Charakterentwicklung an dem Buch beeindruckt. Sowohl die Entwicklung von Stella als auch die Entwicklung von Rowan wirkte auf mich natürlich, kleinschrittig und war für mich deshalb sehr nachvollziehbar und glaubhaft. An manchen Stellen war das Buch für mich zwar etwas vorhersehbar, dennoch habe ich Stella und Rowan gerne auf ihrem Weg begleitet.
Als Fangirl von geschriebenen Worten mochte ich das Setting richtig gerne. Vor allem die Szenen, bei denen Stella und Rowan in der Zeitungsredaktion zusammenarbeiteten, sich um einen Annoncen-Kunden kümmerten oder über ihre jeweiligen Textformen miteinander kommunizierten, werden mir lange im Gedächtnis bleiben. Manchmal hätte ich mir allerdings noch mehr Einblicke in den Zeitungsredaktions-Alltag gewünscht.
Besonders gut gefiel mir, dass es durch die lesbische Schwester von Stella auch queere Repräsentation in »Written into my heart« gibt. Selbst wenn die Schwester nur eine Nebenfigur ist, freut sich mein queeres Herz sehr darüber! 🌈
Außerdem mochte ich, dass die Autorin beiden Hauptfiguren Freundschaften an die Seite gestellt hat. Die beste Freundin von Stella und der beste Freund von Rowan wirkten auf mich wie Freund*innen zum Pferdestehlen und es war einfach schön, von solchen tiefen freundschaftlichen Banden zu lesen. An mehreren Stellen im Buch hoffte ich, dass sie vielleicht das Couple für Band zwei sein könnten, was sich am Ende bestätigte. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung!
Mein Eindruck vom Schreibstil:
»Written into my heart« besitzt zwei Ich-Erzählperspektiven. Zu Beginn des Buches überwiegt Stellas Erzählperspektive, aber schon nach kurzer Zeit tritt die Erzählperspektive von Rowan hinzu. Die Tatsache, dass seine Erzählperspektive erst später einsetzt, sorgt am Anfang des Buches für Spannung. Sobald seine Erzählperspektive hinzukommt, entsteht von ihm aber ein genauso vielschichtiges Bild wie von Stella.
Außerdem wirken die beiden Erzählperspektiven dadurch, dass Stella einen humorvollen und manchmal auch selbst-ironischen und Rowan einen eher ernsteren Erzählton hat, wirklich wie zwei unterschiedliche Stimmen. Das hat mir richtig gut gefallen!
Mein Abschlussfazit:
»Written into my heart« ist ein amüsant-tiefgründiges Lesevergnügen mit glaubwürdiger Charakterentwicklung in einem Zeitungsredaktions-Setting. 📰💕




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