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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Als ich im September durch die Stände auf der »BuchBerlin« störberte, entdeckte ich auch den Stand von Mary Lee Wagner. Die Thematik des Buches machte mich neugierig und als die Autorin ein paar Wochen später auf ihrem Instagram-Account nach Rezensent:innen suchte, bewarb ich mich direkt und freute mich riesig darüber »Viktor« lesen und rezensieren zu dürfen. 

Handlungsüberblick:

Die Freundschaft von Sarah und Viktor droht zu zerbrechen, als Viktor an ihrem geheimen Treffpunkt jemanden ermordet und sich vor Gericht für die Tat verantworten muss. Sarah erkennt ihren Freund, dem sie immer alles anvertrauen konnte und der sie immer vor all ihren Klassenkamerad:innen verteidigt hat, nicht wieder. Zwischen Ohnmacht, Wut und Vermissen mischen sich so viele offene Fragen und die Angst, dass er für sie getötet hat. Ob sie ihm je verzeihen kann?

Mein Bucheindruck:

Das Buchcover passt perfekt zum Buch. Mir gefällt, dass es die beiden Portagonist:innen an einem wichtigen Ort der Geschichte zeigt und gleichzeitig die geheimnisvoll-düstere Atmosphäre des Buches einfängt. Aber nicht nur außen ist das Buch stimmig designt, auch innen gibt es ein paar schwarz-weiße Zeichnungen zu den unterschiedlichen Teilen des Buches, die hervorragend zu der Geschichte passen. 

Mein Leseeindruck:

»Viktor« erzählt die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft und geht dabei gezielt gegen das leider noch immer vorherrschende Vorurteil, dass Freundschaften zwischen Jungen und Mädchen nicht möglich wären, vor, was mir sehr gefallen hat! Da das Buch das Thema Mobbing behandelt und versucht, die Frage zu beantworten, was eine Freundschaft aushalten kann, ist »Viktor« allerdings keine leichte Lektüre. Hin und wieder musste ich beim Lesen pausieren, weil ich an eigene Mobbing-Erfahrungen denken musste, die noch nicht ganz verheilt sind. In gewisser Weise habe ich das Buch für meine innere Teenagerin gelesen, denn zu der Zeit, in der ich selbst gemobbt wurde, hätte ich mir genau so ein Buch wie »Viktor« gewünscht. Es hätte mir gezeigt, dass ich nicht alleine mit meinen Erfahrungen bin und es nicht an mir liegt. Heute, Jahre später nach diesen schrecklichen Erfahrungen, hatte ich einfach so sehr Mitleid mit der Protagonistin und meinem früheren Ich. 

Bei der Lektüre konnte ich mich durch meine eigenen Mobbingerfahrungen, aber auch durch ihre Queerness und ihren coolen Metal-Musikgeschmack mit Sarah identifizieren. Ich mochte, dass ihre Queerness so casual eingebaut wurde. Da ich selbst auch queer bin, ist queere Repräsentation mir in der Literatur super wichtig! Auch, dass Bands oder Songtitel, die Sarah hört, genannt wurden, fand ich toll. Durch sie wirkte die Protagonistin auf mich greifbarer. Zudem kann durch sie eine weitere Erzählebene entstehen, wenn man die Song der Bands kennt, und weiß, worüber in ihnen gesungen wird. 

Viktor blieb für mich, auch wenn es Teile aus seiner Perspektive gab, das ganze Buch über etwas ungreifbar. Das fand ich zwar etwas schade, aber ich denke, wenn es anders wäre, würde auch ein Teil der geheimnisvollen Wirkung des Buches verloren gehen. 

Manchmal kamen mir die Protagonist:innen älter vor, als sie geschrieben waren, denn einige Dinge, die sich zum Beispiel in der vierten Klasse ereigneten, erschienen mir für diese Klassenstufe ganz schön heftig. Diese Dinge, hätte ich auf Grund von eigenen Erfahrungen und den Beobachtungen meiner Schüler:innen eher in der siebten/achten Klasse verortet. Allerdings ist natürlich jeder Mobbing-Fall individuell. Und durch das geringe Alter der Protagonist:innen wirken die fiktiven Vorfälle auch nochmal krasser.

Mary Lee Wagners Buch bleibt lange im Gedächtnis und lädt zu Gedankenexperimenten ein. Bei der Lektüre fragte ich mich sowohl, wie es mir gegangen wäre, wenn Jemand meine Mobber:innen aus der achten und neunten Klasse umgebracht hätte - denn wie oft habe ich mir genau das als Jugendliche gewünscht? - als auch, ob ich bereit wäre, für eine befreundete Person zu töten - um zu dem Schluss zu kommen, dass das Mord keine geeignete Lösung sein kann. Viel eher läge die Lösung in Aufklärungsarbeit, Einsicht und Verhaltensänderungen seitens der Mobber.

»Viktor« setzt ein klares Zeichen gegen Mobbing, das in meinen Augen super wichtig ist. Ich denke, das Buch kann betroffenen Jugendlichen dabei helfen, sich weniger allein mit ihren Erfahrungen zu fühlen und zu verstehen, dass es nicht an ihnen liegt. Gleichzeitig macht das Buch auf die Schwachstellen unseres Bildungssystems aufmerksam. Denn Mary Lee Wagner zeigt nicht nur, was das Mobbing mit Betroffenen macht, sondern thematisiert auch die Untätigkeit und/oder Ohnmacht der Lehrpersonen. In dieser Hinsicht ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Ich finde, dass Lehrer:innen besser ausgebildet werden müssen, um in der Lage zu sein, Mobbing gezielt zu unterbinden und ein Klassenklima zu etablieren, in dem es gar nicht erst zu Mobbing kommt. Im Laufe meines Bachelor-Lehramtsstudium hatte ich ein Seminar zum Thema "Bullying", dies war allerdings ein Kurs, der gemeinsam mit vielen anderen zu ganz anderen Themen zur Wahl stand. In meinen Augen sollte er verpflichtend für alle Lehramtsstudierende sein und auch an den Schulen sollte es regelmäßig Workshops zu dem Thema geben. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Das Buch ist größtenteils in der Ich-Perspektive von Sarah geschrieben, es gab allerdings auch mehrere personale Erzählabschnitte aus der Sicht von anderen Figuren. An Mary Lee Wagners Schreibstil mochte ich die kurzen Kapitel, die unterschiedlichen POVs und Zeitebenen. Durch sie entstand eine geheimnisvolle Geschichte, die sich erst nach und nach enträtseln ließ, mich neugierig auf die Geschehnisse und ihre Zusammenhänge machte.

Mein Abschlussfazit: 

»Viktor« erzählt geheimnisvoll-düster die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft und setzt dabei ein klares Zeichen gegen Mobbing.

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Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Als großes Lin Rina Fangirl fiebere ich jedem neuen Buch von ihr entgegen. Den Erscheinungstermin von »Love & Imagination« hatte ich mir direkt mit Goldstift in meinen Planer eingetragen. Als ich das E-Book dann vor dem Erscheinungstermin lesen und rezensieren durfte, war meine Freude riesig! Vielen, vielen Dank, Lin! 🥰

Handlungsüberblick:

Stell dir vor, du bist Geschichtsdozentin und während du auf deinen Vorgesetzten wartest, bringt dich eine sexy Tätowiererin so sehr aus dem Konzept, dass sich dein Höschen auf magische Weise im Metakosmus auflöst. Zu allem Überfluss nimmt die besagte Tätowiererin durch ihre seherischen Fähigkeiten auch noch jede magische Regung wahr. Als wenn das noch nicht genug wäre, sollst du gemeinsam mit ihr eine Zeitreise in ein gefährliches Zeitalter der Vergangenheit antreten... 

Mein E-Book-Eindruck:

In meinen Augen ist das Cover von  »Love & Imagination« nicht nur zauberschön, es fängt auch perfekt den Vibe der Geschichte ein. Die beiden Hände, die sich über das Cover hinweg nicht erreichen können, verbildlichen hervorragend die anhaltende Tension zwischen den beiden Protagonistinnen. Ich liebe die edle goldene Umrahmung mit dem Ziffernblatt, die den Zeitreiseaspekt des Buches erfolgreich nach außen kehrt, und die verspielten Katzen- und Drachen-Details, die es sich auf dem Titel bequem gemacht haben, und andeuten, welche Kreaturen die Leser:innen in  »Love & Imagination« erwarten. 🐉🐈

Mein Leseeindruck:

Lin Rinas Buch ist auch innerlich ein Kunstwerk. Schon die Widmung fand ich großartig! Sie hat bewirkt, dass ich zum ersten Mal ein Buch mit einem Schmunzeln begonnen habe. 😏

Während der gesamten Lektüre war ich völlig gefesselt und konnte nicht glauben, wie schnell ich druch die Seiten flog. Am liebsten hätte ich langsamer gelesen, um länger mit den beiden Protagonistinnen Sidra und Kaliip verweilen zu können. Was soll ich mehr über die Lektüre sagen, außer, dass ich beim Lesen auf dem Heimweg im Bus vier Stationen zu weit gefahren bin, weil es so spannend war? 😃

Meine Lesehighlights waren definitiv das sich auflösende Höschen und der Spitzname, den Sidra Kaliip gibt, aber auch insgesamt das detailreiche Worldbuilding, die liebevoll gezeichneten Charaktere und die knisternde Tension zwischen den beiden Frauen. Kaliip und Sidra sind zwei so faszinierende Charaktere, dass ich gar nicht wusste, wessen Book-Girlfriend-Potential größer war. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn sich beim Lesen auch mein Höschen in Luft aufgelöst hätte. 👙✨
In Bezug auf das Worldbuilding hält Lin Rina viele Überraschungen bereit, sodass sich auch Beschreibungen spannend lesen. Besonders das Badezimmer von Kaliip hat es mir angetan, das hätte ich am liebsten sofort in meine Wohnung überführt. 🛁

Darüberhinaus mochte ich, dass Homosexualität in der  erzählten Welt als etwas völlig Selbstverständliches erscheint und uns Queers damit eine Pause von der Gegenwart gibt, die ja doch noch sehr stark von Homophobie geprägt ist. »Love & Imagination« war für mich ein Safe-Space zwischen Buchseiten, den ich sehr genossen habe. 📖🌈
Und wie cool ist es bitte, dass Seher:innen die sexuelle Orientierung anderer an ihren  Magiequellen ablesen können? Das hätte ich in der wahren Welt auch gern! 
😃

Als am gefühlsintensivsten habe ich bei der Lektüre die letzten Seiten empfunden, auf denen ich zwischen Angst und dem Gefühl von einer idylischen Sicherheit schwankte. Das Ende war für mich eine Gefühlsachterbahn der Extraklasse mit einem Cliff-Hanger as fuck! Und ich frage mich immer noch, wie ich die Wartezeit auf die Fortsetzung überstehen soll. 😳

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Lin Rina hatte sich schon vor diesem Buch in mein Herz geschrieben, aber mit »Love & Imagination« noch einmal mehr! 💜
Ich liebe, was und vor allem wie sie schreibt. Ihr Schreibstil ist wunderbar detailverspielt und lässt die fantastische Welt zum Greifen nah erscheinen. ✨

Mein Abschlussfazit:

»Love & Imagination« von Lin Rina ist in meinen Augen der bisher beste sapphic Fantasy-Reihenauftakt. Ich liebe alles daran und fiebere schon wahnsinnig der Fortsetzung entgegen! 😍


 

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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

»In mir ein ganzes Universum« stand schon ewig auf meiner Wunschliste, wie das immer so ist, bei Studierenden mit wenig Geld… 🙈 Als mich Lea Zander dann vor ein paar Wochen fragte, ob ich das Buch rezensieren würde, war ich überglücklich und sagte sofort zu. Lea schickte mir aber nicht nur das Buch, sondern eine liebevoll zusammengestellte Blogger:innen-Box, die mich total gerührt zurückließ. 🥹

Ein riesiges Merci an dieser Stelle noch mal, Lea, ich bin dir so dankbar! 🥰 🫶

Und wenn ihr neugierig auf Leas Blogger:innen-Päckchen geworden seid, geht's hier zu meinem Unpacking.  📦

Handlungsüberblick:

»In mir ein ganzes Universum« vereint Gedichte und Kurzgeschichten, die direkt ins Herz gehen und dort Hoffnung säen. Thematisch geht es darin um Angst und Schmerz, aber auch um Zuversicht und Liebe. 

Mein Bucheindruck:

Das Buch ist wunderschön designt. Auf dem Cover befindet sich eine weiß gezeichnete Figur vor einem dunklen Abendhimmel. Mit ihrem Kopf als Erde, die von den restlichen Planeten umschwirrt wird, passt sie einfach perfekt zum Titel des Buches. 🪐✨

Auch, wenn ich »In mir ein ganzes Universum« chronologisch von Anfang bis Ende gelesen habe, fand ich es toll, dass das Buch in die vier Kapitel »Von Angst und Schmerz«, »Von Hoffnung«, »Vom Leben«  und »Vom Lieben« unterteilt wurde, sodass man auch ganz nach Gefühl und Tagesform in seiner eigenen Reihenfolge lesen kann. Besonders, wenn man selbst von Depressionen und/oder einer Angststörung betroffen ist, stelle ich mir diesen Aufbau hilfreich vor. In dieser Hinsicht wirkte das Buch auf mich gut durchdacht und feinfühlig auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt.

Mein Leseeindruck:

Nachdem ich das Päckchen von Lea ausgepackt hatte, musste ich direkt loslesen. Und wenn ich sage, ich habe »In mir ein ganzes Universum« verschlungen, ist das noch zu wenig. Ich habe es inhaliert, gefühlt, gelebt! Innerhalb von einem Abend hatte ich das Buch ausgelesen und dabei zahlreiche Stellen mit Post-it's markiert. So viele, dass ich nicht einmal ein Lieblingszitat benennen kann, weil mich jedes davon so stark bewegt. 😍

Beim Lesen von Leas Texten habe ich mich so gesehen und viel weniger allein gefühlt. Auch, wenn ich keine Despressionen und keine Angstörung habe, konnte ich mich in den Texten von Lea wiederfinden. Nicht nur die Gedichte, auch ihre Kurzgeschichten sind mir im Kopf geblieben und ich freue mich schon riesig, dass Lea bald einen Roman veröffentlichen wird. Der kann nur krass werden! 🦄

Die Lektüre hielt eine Vielzahl von Gefühlen für mich bereit, aber das, was am Ende noch in mir nachhallte, war Empowerment. »In mir ein ganzes Universum« ließ mich voller Hoffnung und Inspiration für das eigene Schreiben, aber auch für das eigene Leben zurück. Dieses Gefühl in Verbindung mit dem Poesiegenuss wünsche ich euch auch. Darum: Lest unbedingt »In mir ein ganzes Universum«! 📖

Über die persönlichen Leseeindrücke hinaus, denke ich, dass Lea mit ihrem Buch einen wichtigen Beitrag für Betroffene von Depressionen und Angststörungen leistet, denn in meinen Augen brauchen sie nicht nur Ratgeberbücher, sondern auch empowernde Poesie-Bücher, die zeigen, dass man trotz Depressionen und/oder Angststörungen etwas Schönes erschaffen kann!

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Der Schreibstil von »In mir ein ganzes Universum« ist, wie auch schon in »Tausend Farben dazwischen«, zauberschön einfühlsam-poetisch. Die Posie steckt dabei nicht nur in den Gedichten, sondern schwingt auch bei den Kurzgschichten mit. Besonders ihre Wortneuschöpfungen wie "Stolperherz" oder "karamellwarm" haben sich in mein Herz geschrieben. Ich liebe Leas Schreibstil und empfinde ihn als unfassbar berührend. Es ist bewundernswert, wie es Lea gelingt, auch ernste Themen auf so eine wunderschöne Art zu vermitteln. 💕

Mein Abschlussfazit:

»In mir ein ganzes Universum« ist eine ganz große Herzensempfehlung, lest es und lasst euch von Lea Zander auf poetisch-einfühlsame Weise empowern! 🦄✨







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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Als großes Brittainy Cherry Fangirl konnte ich an dieser Neuerscheinung natürlich nicht vorbei! Vielen Dank an die Netgalley für das E-Book-Rezensionsexemplar! 📖🥰

Handlungsüberblick:

»Was wir leise hofften« erzählt mit leichten "forced proximity"- und "enemies to lovers"-Vibes die Liebesgeschichte von der freiheitsliebenden Willow und dem Kleinstadt-Angler Theo. Auf den Wunsch von einer guten Freundin, die Theos Großmutter ist, verbringt Willow zum ersten mal seit langem wieder einen Sommer an einem festen Ort, ohne mit ihrem Van herumzureisen. Während dieses Sommers finden Theo und Willow heraus, dass sie gar nicht so verschieden sind, wie anfangs gedacht, und lernen von der großelterlichen Liebesgeschichte.

Mein Bucheindruck:

Das Cover passt perfekt zu den übrigen Bänden der Problems-Reihe, aber auch, wenn das Cover wunderschön ist, finde ich es etwas schade, dass es so wenig der Geschichte nach außen trägt.

Mein Leseeindruck:

Ich mochte das verträumte Seehaus- und Wohnwagensetting sehr gerne, aber ich brauchte eine Weile, bis ich mit Theo und Willow warm wurde. Manchmal fand ich ihren Umgang miteinander etwas kindisch und auch etwas unverständlich, gerade, weil sie so ein tolles Vorbild in Form der Großeltern von Theo haben. Darüberhinaus ist mir von der Lektüre auch eher die Liebesgeschichte zwischen den Großeltern von Theo im Gedächtnis geblieben als die Liebesgeschichte von Willow und Theo, obwohl diese deutlich im Vordergrund stand und viel mehr geschriebene Wörter einnimmt. Ich hätte mir gewünscht, dass beide Liebesgeschichten sich gleichermaßen in mein Herz geschrieben hätten. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

»Was wir leise hofften« ist einerseits ein typisches Brittainy Cherry Buch. So las sich der bittersüße Schreibstil wie immer sehr flüssig, während er zum Textstellenmarkieren einlud. Andererseits unterscheidet sich »Was wir leise hofften« auch von den übrigen Bücher der Autorin, denn es überrascht durch eine Liebesgeschichte in der Liebesgeschichte. Mehr als zwei Erzählperspektiven kannte ich von Brittainy Cherry bisher noch nicht, sie haben mich aber total gefreut. Ich mag es, wenn Autor:innen ihrem Genre treu bleiben, sich dabei aber gleichzeitig neu erfinden. Neben den Ich-Erzählperspektiven von Willow und Theo gab es auch einige wenige von der Großmutter und dem Großvater von Theo. Ich mochte die zusätzliche Perspektiven der Großeltern so gerne und Ihre Liebesgeschichte sogar mehr als die der Protagonist:innen. Molly und Harry waren ein rührendes Vorbild! 

Mein Abschlussfazit:

»Was wir leise hofften« ist überraschend anders, aber nicht mein liebstes Brittainy Cherry Buch.

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Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Als großes Taylor Jenkins Reid Fangirl kommt man doch an keiner Neuerscheinung vorbei. Da »Atmosphere« zwar nicht als queeres Buch beworben wurde, aber von der queeren Bookstagram-Community als eines eingestuft wurde, freute ich mich auf dieses Buch besonders. Vielen Dank an die Netgalley für das Rezensionsexemplar! 📖🥰

Handlungsüberblick:

»Atmosphere« erzählt von Jean und Vanessa, die sich 1980 für das Space-Shuttle-Programm der NASA bewerben und als zwei der ersten Frauen darin aufgenommen werden. Während sie ihren beruflichen Träumen näher kommen, entspinnt sich heimlich eine zarte, berührende Liebesgeschichte zwischen ihnen - auch wenn das Weltall sie zu zerreißen droht. 

Mein E-Book-Eindruck:

Das Cover, auf dem eine in den Himmel schauende Frau mit wehendem Haar und Pilotensonnenbrille, in der sich ein Raumschiff spiegelt, abgebildet ist, passt perfekt zum Inhalt des Buches, da nicht nur die NASA, sondern auch die Pilotensonnenbrille der Protagonistin eine Rolle in der Erzählung spielt. Darüberhinaus ist das Buch durch die Schriftart direkt als ein Taylor Jenkins Reid Buch zu erkennen, auch wenn die Schrift bei den vorherigen Büchern nicht in Großbuchstaben gesetzt war. 

Mein Lese-Eindruck:

Vielleicht hätte ich als Person mit Flugangst »Atmosphere« nicht unbedingt auf dem Rückflug von Italien nach Deutschland lesen sollen, weil es diese eher verschlimmerte, gleichzeitig konnte ich meinen E-Reader aber nicht aus der Hand legen, weil es so spannend und ganz anders war, als alles, was ich zuvor gelesen hatte. Vermutlich wäre ich auch bei keiner anderen schreibenden Person als Taylor Jenkins Reid bereit gewesen, ein Buch, das teilweise im Weltall spielt, zu lesen. Denn sie versteht es, Spannung zu kreieren und Leser:innen in Welten zu ziehen, die ihnen vorher völlig fremd erschienen, bis sie ihnen total greifbar vor Augen stehen. Innerhalb von wenigen Stunden hatte ich das Buch ausgelesen. 

Das Buch hielt für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle bereit. Das Dominierendste war die Spannung, die nicht abriss, aber bei zwei Szenen des Buches musste ich auch heftig weinen. Darüberhinaus fühlte ich Rührung aber manchmal auch Schmerz bei den Szenen mit Joans Nichte, und auch Schock, denn eine der Zeitebenen las sich wie ein Unfall, den man umfahren muss und nicht sehen möchte, aber doch den Blick nicht von ihm wenden kann. 

Bis zur letzten Seite habe ich mit diesen wundervollen starken Frauen mitgefiebert und ihnen die Daumen gedrückt! Ihre Liebesgeschichte werde ich nie vergessen. 🥹

Mein Eindruck vom Schreibstil:

»Atmosphere« ist in einer personalen Erzählperspektive geschrieben, die zwischen Joans und Vanessas Sicht wechselt. Ausserdem gibt es mehrere Zeitebenen, die die Spannung bis zum Ende aufrechthalten und gemeinsam mit dem großartigen Schreibstil dafür sorgen, dass die Seiten nur so fliegen. Ich bewundere die Autorin sehr!

Ein Zitat, das die Stimmung des Buches einfängt:

„Vanessa lachte, und allein der Klang dieses Lachens machte Joan glücklich. Sie wollte, dass Vanessa für ihre Liebe nie etwas aufgeben musste, was ihr wichtig war. Dass sie sich nie veränderte.“ (Taylor Jenkins Reid: Atmosphere)

Mein Abschlussfazit:

»Atmosphere« ist bisher meine intensivste 2025-Lektüre. 📖🌈🥹

 

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