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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Da ich am liebsten sapphic Lovestories lese, habe ich natürlich immer die Neuerscheinungen im Blick. Als ich gesehen habe, dass Josefine James für ihr neues Buch Rezensent*innen sucht, habe ich mich natürlich direkt beworben. Vielen Dank, dass ich »Things We Couldn't Keep« vorab lesen und rezensieren durfte! 🫶🏼

Handlungsüberblick:

»Things We Couldn't Keep« erzählt die Geschichte von drei eng miteinander verflochtenen Frauenschicksalen in einem Hollywood-Setting: Jordan möchte unbedingt in der Filmbranche Fuß fassen und die Assistentin der Oscar-prämierten Schauspielerin Olivia werden. Olivia versucht ihre makellose Fassade aufrechtzuerhalten, verliebt sich allerdings in Jordans Mutter Sloan, welche noch mit dem Verlust ihrer Frau zu kämpfen hat. Schon bald droht ein Geheimnis ans Licht zu kommen, das so gewaltig ist, dass es alles verändern kann...

Mein Buch-Eindruck:

Die Stimmung des Covers, die auf mich gleichzeitig cozy und glamourös wirkt, passt hervorragend zu der Geschichte von Olivia, Sloan und Jordan im Hollywood Setting. 
Mir gefällt, dass Olivia und Sloan darauf abgebildet sind, was dafür sorgt, dass die Zielgruppe die sapphic Lovestory leicht finden kann. Dennoch finde ich es etwas schade, dass Jordan, die ja wie Olivia und Sloan eine Protagonistin mit eigener ich-Erzählperspektive ist, und auch die Geschichte von anderen sapphic Geschichten abhebt, weder im Klappentext noch auch auf dem Cover auftaucht, auch, wenn ihr Fehlen natürlich den monogamen sapphic Vibe unterstreicht. Wäre sie mit auf dem Cover abgebildet worden, würde der Roman vermutlich eher wie eine Freundschafts- , Schwestern- oder Poly-Geschichte wirken, was er nicht ist. 

Etwas irritiert war ich darüber, dass die Seitenzahlen auf den Seiten, auf denen sich die Kapitelüberschriften befinden, fehlen. Das ist etwas störend, wenn man gern seinen Lesefortschritt trackt, meist zu Beginn eines Kapitels zu lesen aufhört und zusätzlich noch eine Dyskalkulie hat. 

Mein Lese-Eindruck:

Der Klappentext hatte mich etwas in die Irre geführt, sodass ich am Anfang nicht ganz wusste, wie Jordan in die Geschichte passte. Nach und nach wurde mir ihre Rolle, die eine komplett andere ist, als ich zunächst angenommen hatte, klarer und die Lektüre entwickelte sich für mich zu einem besonderen sapphischen Lesevergnügen mit drei Frauen im Mittelpunkt.

Auch, wenn nach der Enträtselung der Rolle von Jordan ein paar Dinge vorhersehbar wurden, war es für mich spannend, zu erfahren, wie es zu ihnen kommen würde. Ich fieberte mit allen drei Frauen gleichermaßen mit, jedoch berührte mich Sloans Geschichte am meisten, da ich selbst schon jemanden verloren habe, der mir sehr nahe stand. Insgesamt behandelt das Buch viele ernste Themen, weswegen die Lektüre sehr emotional und dramatisch ist. 

Super cool fand ich übrigens auch, dass alle drei Frauen queer waren und jede der drei einen ganz eigenen Umgang mit ihrer Queerness hatte, der sich durch ihre jeweiligen Erfahrungen erklären ließ. Dieser unterschiedliche Umgang wirkte auf mich als Teil der queeren Community sehr realistisch.  

Das Setting der Fotografie- und Schauspiel-Welt faszinierte mich zudem sehr. Josefine James erlaubt einen Blick hinter die Kulissen und zeigt dabei auch die Schattenseiten, was auf mich sehr realistisch wirkte und mich zum Nachdenken anregte. 

Obwohl ich schon viele sapphic Lovestories gelesen habe, kenne ich keine vergleichbare Geschichte. Ich finde es super, dass durch »Things We Couldn't Keep« auch kompliziertere Beziehungsgeflechte und ältere queere Frauen in Verbindung mit dem Thema Mutterschaft in der deutschsprachigen Literaturlandschaft repräsentiert werden, noch dazu in einem so besonderen Setting. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Die kurzen Kapitel sorgten bei mir dafür, dass ich nur so durch die Seiten flog. Innerhalb von wenigen Lesestunden hatte ich das Buch weggesnackt. 

Auch der Mix aus den drei Ich-Erzählperspektiven hat mir richtig gut gefallen. Er steigerte die Spannung und sorgte dafür, dass ich mich in alle drei Frauen gleichermaßen gut einfühlen konnte. Bisher habe ich noch nichts Vergleichbares im sapphic Bereich gelesen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass sich der Erzählton der drei Frauen noch etwas mehr voneinander unterscheidet.

Mein Lieblingszitat:

Mein Lieblingszitat ist eines, das mich als eine Person, die ihren besten Freund an Knochenkrebs verloren hat, sehr gerührt und gleichzeitig getröstet hat:

"Ich kann mir deinen Schmerz kaum vorstellen. Aber dass jemand eine solche Lücke überhaupt hinterlassen konnte, ist etwas so Kostbares." 
(Josefine James: Things We Couldn't Keep, S. 58)

Mein Abschlussfazit:

»Things We Couldn't Keep« ist eine emotionale sapphic Lovestory im Hollywood-Setting, bei der Leser*innen mit drei statt mit zwei Figuren mitfiebern können. 📖🌈



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Wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin:

Als ich »Written into my heart« auf Vorablesen.de entdeckt habe, fühlte ich mich sofort von dem Cover und dem Titel angesprochen. Ich liebe Pink und Liebesgeschichten, die etwas mit der Welt der geschriebenen Worte zu tun haben. 

Handlungsüberblick:

Stella ist der Sonnenschein der Kleinstadt Sunset Cove und schreibt Horoskope für die Lokalzeitung. Rowan ist ihr mürrischer Kollege und schreibt eigentlich seriöse Artikel. Doch als Stella von ihrem Freund Bryan verlassen wird, stellt sich heraus, dass Rowan hinter der Leser*innenbrief-Kolumne Dr. Love steckt, welche Ratschläge in Beziehungsdingen gibt und Bryan zur Trennung geraten hat. Na, das soll er aber mal ganz schnell wieder geradebiegen! 

Mein Bucheindruck:

In echt ist das Cover genauso schön wie digital. Mir gefällt die Farbgestaltung und dass die beiden Hauptfiguren darauf abgebildet sind. Außerdem wird gleich deutlich, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt, die etwas mit der Welt der geschriebenen Worte zu tun hat. Besonders der Zeitungstitel »The New Love Times« amüsiert mich sehr. 

Der Farbschnitt auf dem einfach nur die beiden Namen stehen, wirkt auf mich jedoch etwas lieblos und wenig durchdacht, fast so, als wollte der Verlag um jeden Preis einen Farbschnitt realisieren. Ich hätte mir gewünscht, dass er etwas mehr die buchige Welt nach außen trägt oder dass bei fehlenden Ideen auf ihn verzichtet wird. 

Mein Leseeindruck:

Die Geschichte von Stella und Rowan war genau das amüsant-tiefgründige Lesevergnügen, das ich gerade neben dem Schreiben meiner Masterarbeit brauchte, um etwas zu entspannen. Beim Lesen habe ich viel gelacht und geschmunzelt. Stella ist einfach so witzig und auch der Schlagabtausch zwischen ihr und Rowan amüsiert mich total. Trotz des witzigen Erzähltons wurden aber auch ernste Themen behandelt, durch welche schon nach wenigen Seiten ein vielschichtiges Bild von Stella entsteht, was dazu führte, dass ich sie am liebsten in den Arm genommen hätte.

Am meisten hat mich die Charakterentwicklung an dem Buch beeindruckt. Sowohl die Entwicklung von Stella als auch die Entwicklung von Rowan wirkte auf mich natürlich, kleinschrittig und war für mich deshalb sehr nachvollziehbar und glaubhaft. An manchen Stellen war das Buch für mich zwar etwas vorhersehbar, dennoch habe ich Stella und Rowan gerne auf ihrem Weg begleitet. 

Als Fangirl von geschriebenen Worten mochte ich das Setting richtig gerne. Vor allem die Szenen, bei denen Stella und Rowan in der Zeitungsredaktion zusammenarbeiteten, sich um einen Annoncen-Kunden kümmerten oder über ihre jeweiligen Textformen miteinander kommunizierten, werden mir lange im Gedächtnis bleiben. Manchmal hätte ich mir allerdings noch mehr Einblicke in den Zeitungsredaktions-Alltag gewünscht. 

Besonders gut gefiel mir, dass es durch die lesbische Schwester von Stella auch queere Repräsentation in »Written into my heart«  gibt. Selbst wenn die Schwester nur eine Nebenfigur ist, freut sich mein queeres Herz sehr darüber! 🌈

Außerdem mochte ich, dass die Autorin beiden Hauptfiguren Freundschaften an die Seite gestellt hat. Die beste Freundin von Stella und der beste Freund von Rowan wirkten auf mich wie Freund*innen zum Pferdestehlen und es war einfach schön, von solchen tiefen freundschaftlichen Banden zu lesen. An mehreren Stellen im Buch hoffte ich, dass sie vielleicht das Couple für Band zwei sein könnten, was sich am Ende bestätigte. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung!

Mein Eindruck vom Schreibstil:

»Written into my heart« besitzt zwei Ich-Erzählperspektiven. Zu Beginn des Buches überwiegt Stellas Erzählperspektive, aber schon nach kurzer Zeit tritt die Erzählperspektive von Rowan hinzu. Die Tatsache, dass seine Erzählperspektive erst später einsetzt, sorgt am Anfang des Buches für Spannung. Sobald seine Erzählperspektive hinzukommt, entsteht von ihm aber ein genauso vielschichtiges Bild wie von Stella. 
Außerdem wirken die beiden Erzählperspektiven dadurch, dass Stella einen humorvollen und manchmal auch selbst-ironischen und Rowan einen eher ernsteren Erzählton hat, wirklich wie zwei unterschiedliche Stimmen. Das hat mir richtig gut gefallen!

Mein Abschlussfazit:

»Written into my heart« ist ein amüsant-tiefgründiges Lesevergnügen mit glaubwürdiger Charakterentwicklung in einem Zeitungsredaktions-Setting. 📰💕


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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Noch bevor ich in das Wreaders-Stammblogger*innen-Team aufgenommen wurde, haben mich das Cover und der Titel von »The(y) butterfly effect« angesprochen. Umso größer war dann meine Freude, dass ich bei der Blogtour dabei sein durfte. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar! 🫶🏼

Handlungsüberblick:

Die Kunststudentin Nice und die Rebellin M. finden durch ein Missgeschick auf einer Demo zueinander und lernen nach einem Date voller schlagfertiger Dialoge nicht nur einander, sondern auch sich selbst besser kennen. Doch der Alltag hat es ganz schön in sich und außerdem hat M. Angst, sich vor Nice als trans zu outen. 

Mein E-Book-Eindruck:

Der Titel mit dem eingeklammerten y, der auf die Begegnung von M. und Nice anspielt, die so viel bewirkt, ist einfach nur genial. Ich liebe solche Wort-Spielereien mit Klammern. Außerdem gefällt mir, dass Nice, Nices Katze, M. und M.'s Einhorn-Rucksack, der bei ihrer ersten Begegnung eine Rolle spielt, auf dem Cover abgebildet sind. So holt das Cover die wichtigsten Elemente des Buches nach außen. Trotzdem verrät das Cover nicht zu viel, denn dadurch, dass Nice und M. von hinten abgebildet sind, können sich Betrachtende ihre Gesichter selbst ausmalen.

Mein Leseeindruck:

»The(y) butterfly effect« habe ich innerhalb von wenigen Stunden mit dem größten Lesevergnügen ausgelesen. Ich fieberte bei Nice und M. bis zum Ende mit. Die beiden sind Figuren, die ich unheimlich gern in meinem Freundeskreis hätte. Ihre schlagfertigen Dialoge voller Wortwitz brachten mich oft zum Lachen und Schmunzeln. Außerdem inspirierten mich die Geduld und der Mut der beiden. Es tat gut, von einer Beziehung ganz ohne inneres Drama zu lesen. 

Außerdem gefielen mir die Kurzweiligkeit der Szenen in Verbindung mit der politisch-aktivistischen Dimension. Dabei stellt der Roman queere Lebenswelten authentisch dar, indem er wichtige Themen anspricht und auch ihre Schattenseiten zeigt, wie zum Beispiel die queerfeindliche Gewalt. In dieser Hinsicht ist »The(y) butterfly effect« ein Roman, in dem sich Queers wiederfinden können, und der gleichzeitig Menschen, die nicht queer sind, aufklären und bei ihnen hoffentlich Vorurteile abbauen und Akzeptanz für Queerness schaffen kann. Da vieles, das Queerness und die queere Community betrifft, in Dialogen erklärt wird, denke ich, dass der Roman auch für Menschen, die nicht queer sind, zugänglich ist.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Stef Helmel überzeugte mich mit einem klaren Schreibstil, der sich vor allem durch seine wortwitzig-schlagfertigen Dialoge auszeichnete, auf die ich mich das gesamte Buch hindurch freute und gespannt war. 

Der Schreibstil versprüht außerdem durch die Verwendung von Wörtern wie "Oida", "Herst" oder "Mahü" und einigen landestypischen Speisen Österreich-Flair. Mich haben die Worte fasziniert und zu Recherchen motiviert, wodurch ich mehr über Österreichs Kultur und Sprache gelernt habe. 

Bei der Erzählperspektive handelt es sich um eine allwissende Erzählinstanz, die mal mehr aus M.'s, mal mehr aus Nices Perspektive und manchmal sogar aus der Perspektive von Nices Katze erzählt. Auch wenn ich eigentlich lieber Romane mit zwei Ich-Perspektiven lese, gelang es mir, mit beiden Hauptfiguren gleichermaßen mitzufühlen. Besonders gefielen mir die Passagen aus der Sicht der Katze. Sie waren für mich eine super süße überraschende Abwechslung.

Mein Abschlussfazit:

»The(y) butterfly effect« ist ein Roman über queere Lebenswelten, der sich besonders durch seine schlagfertigen Dialoge voller Wortwitz in mein Herz geschrieben hat. 📖🌈




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Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Ich mochte bisher viele Bücher der Autorin sehr, weswegen ich immer gespannt ihre Neuerscheinungen verfolge. Als ich »Laute Nächte« auf der Netgalley entdeckt und zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen habe, freute ich mich riesig. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

Handlungsüberblick:

Kennis Freundin starb bei einem Autounfall, bevor sie ihren Roadtrip nach Frankreich machen konnten. Auf der Suche nach einem Neuanfang zieht er in eine WG in Wien, in der er sich schnell zuhause fühlt.  Er träumt davon, Künstler zu werden und den geplanten Roadtrip für seine verstorbene Freundin nachzuholen. Ob ihm das gelingt? 

Mein E-Book-Eindruck:

Das E-Book-Cover von »Laute Nächte« passt durch sein Gemälde-Design zu den übrigen beiden bisher im Campa-Verlag erschienenen Büchern »Blaues Wunder« und »Die Lügen, die wir uns erzählen«. Es vermittelte bei mir zunächst den Eindruck, dass die Protagonistin eine Frau sein müsste und passte daher in meinen Augen anfangs gar nicht zu dem Buch. Erst nach etwa der Hälfte der Handlung verstand ich, warum auf dem Cover ein Gemälde einer Frau dargestellt ist und um wen es sich bei der Frau handelt. Somit ist es ein Cover, das erst nach und nach seine Geheimnisse enthüllt.

Mein Leseeindruck:

Zunächst fiel es mir ziemlich schwer, mich in den Protagonisten einzufühlen, einfach, weil es ein heterosexueller Cis-Mann ist und ich lieber und öfter Bücher aus weiblichen oder queeren Perspektiven lese. Dass der Depressive ausgerechnet ein Künstler mit langen Haaren ist, fand ich etwas zu klischeehaft. Es hätte auch mal ein anderer Schlag Mann sein können, um mit den gängigen Vorurteilen aufzuräumen, auch, wenn ich die Welt der Kunst sehr faszinierend finde. Nichtsdestotrotz behandelt das Buch natürlich ein wichtiges Thema und kann möglicherweise Betroffenen helfen, sich weniger allein zu fühlen. 

»Laute Nächte« ist keine einfache Lektüre. Durch den Roman zieht sich eine Schwere, die sich nur schwer aushalten lässt und die sich sehr schnell auf mich als Lesende übertrug, was dazu führte, dass ich das Buch einfach schnell beenden wollte und dabei immer hoffte, dass die Geschichte gut ausgehen würde. 

Trotz der doch recht großen Anzahl an Bewohner*innen der WG fiel es mir sehr leicht, die Figuren auseinanderzuhalten, weil sie so unterschiedlich waren. Ich war beeindruckt, wie es Anne Freytag mit nur wenigen Worten gelang, greifbare Figuren zu erschaffen und sie gegeneinander abzugrenzen. Die verschiedenen Zeitebenen wirkten hingegen auf mich manchmal etwas verwirrend. 

Roadtrips scheinen auf die Autorin eine besondere Faszination auszuüben, da sie neben diesem Roman bereits zwei Jugendbücher mit Roadtrips (»Mein bester letzter Sommer« und »Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte«) veröffentlicht hat. Dennoch bezweifle ich, dass Anne Freytag für »Laute Nächte« eine Recherchereise nach Frankreich unternommen hat. Von der Fahrt nach Frankreich hätte ich mir nämlich als großes Frankreich-Fangirl mehr Ortsbeschreibungen und Frankreichfeeling gewünscht. An manchen Stellen war der Roman für mich außerdem etwas zu vorhersehbar und ich vermisste den feministischen Aspekt, den ich von den übrigen Anne-Freytag-Büchern gewohnt bin. Hätte ich nicht gewusst, dass »Laute Nächte« eines ihrer Bücher ist, hätte ich das nicht vermutet. Auf der einen Seite spricht das natürlich für die Kreativität der Autorin, in Bezug auf das sich immer wieder neu zu erfinden, auf der anderen Seite hatte ich mir so sehr eine Lektüre ähnlich wie »Blaues Wunder« und »Die Lügen, die wir uns erzählen« gewünscht und war von dem Buch etwas enttäuscht. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Auch, wenn ich lieber poetischere Schreibstile lese, muss ich sagen, dass der etwas raue Schreibstil gut zu der männlichen Erzählstimme passte und sich flüssig las. Beim Lesen habe ich zumindest ein paar Lieblingsstellen markiert, so zum Beispiel die Formulierung "fast taub vor Herzschlag".

Mein Abschlussfazit:

»Laute Nächte« ist kein klassischer Anne-Freytag-Roman. 



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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

 »Cruel Noblesse - Melodie der Rache«  habe ich am Penguin-Stand auf der Leipziger Buchmesse entdeckt und bin sofort neugierig geworden. Ein sinnlich-düster-dramatisches Buch, das in Paris spielt? Das klang doch einfach perfekt für mich! Als ich es dann über das Bloggerportal zum Rezensieren bekam, habe ich mich total gefreut!

Handlungsüberblick:

Der Pariser Adel ist magiebegabt und Caspian de Morreau, der als Kind bei einem magischen Anschlag seine Familie verlor, will ihn vernichten. Wenn da doch nur nicht die schlagfertige Chansonsängerin Arianne wäre, die ihn so fasziniert...

Mein Bucheindruck:

Das Cover stimmt auf die edle und geheimnisvoll-düstere Atmosphäre des Buches und seinen Handlungschauplatz ein. Auf einer luxuriösen hellblauen Tapete hebt sich das  Pariser Sacré-Cœur ab, vor dem sich düsterer Rauch im Zusammenspiel mit dornigen Ranken, Rosenblüten und schwarzen Raben ausbreitet. Die erste  limitierte Auflage besitzt einen farbigen Buchschnitt, der die hellblaue Tapete weiterführt, und eine Charakterkarte auf deren Vorderseite Caspian und Arianne und auf deren Rückseite ein Zitat gedruckt sind, welche das Cover gut ergänzt. 

Mein Leseeindruck:

Da das Buch sehr gute Bewertungen aufweist, waren meine Erwartungen ziemlich hoch. Leider wurden sie aber enttäuscht. 

Die Idee mit den magischen Adligen in Paris war schön und hatte viel Potential, das aber in meinen Augen nicht ausgeschöpft wurde. An manchen Stellen ging mir die Handlung viel zu schnell, an anderen war sie mir zu langatmig und die Figuren blieben für mich ungreifbar, wodurch es mir schwerfiel, das Buch zu beenden. Darüber hinaus hätte ich mir mehr Bühnenszenen von Arianne und detailliertere Beschreibungen von Pariser Schauplätzen, edlen Gemächern oder Kleidern gewünscht, um den altertümlichen, adeligen Paris-Flair mehr zum Leben zu erwecken. 

Auch, dass das Buch mit den Worten "Sinnlich, düster, dramatisch" beworben wurde, passte für mich nur zu zu 66% Prozent. Als sinnlich empfand ich es nicht. Ich hätte mir sehr viel mehr Tension, aufgeladene Dialoge, Kussszenen und Sexszenen gewünscht. 

Darüber hinaus hatte ich mir auch einen altertümlicheren, poetischeren Schreibstil erhofft. 
In Bezug auf den Schreibstil erschienen mir auch manche Formulierungen seltsam. Am merkwürdigsten fand ich "Er schmälerte verärgert die Lider." (S. 28) Ich verstehe zwar, was die Autorin sagen möchte, bezweifle aber stark, dass das körperlich möglich ist. 

Leider wurde für mich auch deutlich, dass weder die Autorin, noch die lektorierende Person über Französisch-Kenntnisse verfügt, was bei dem Buch wirklich hilfreich gewesen wäre. Bereits der Titel ist grammatikalisch nicht korrekt. Im Französischen werden Adjektive eher hinter das Nomen gestellt, nur bei wenigen Adjektiven ist ein nach vorne stellen möglich. Bei dem verwendeten Adjektiv ist zwar eine Voranstellung möglich, allerdings hätte das Adjektiv an das Nomen angepasst werden müssen. Da "noblesse" feminin ist, hätte auch die feminine Form des Adjektivs verwendet werden müssen. Also "cruelle" anstatt "cruel". 

Zudem gab es im Buch einige Ungereimtheiten. So ist das Wort Palais im Deutschen sächlich und nicht männlich und das Wort "conseil" im Französischen männlich, weswegen es auch im Deutschen mit dem maskulinen Artikel versehen werden sollte. Beide Wörter tauchen im Buch sehr oft auf, was mich als Französischstudierende wirklich gestört hat. Auch würde in Frankreich kein Cabaret "La Chatte d'Or" heißen, da das Wort "chatte" wirklich sehr vulgär ist und für das weibliche Geschlechtsorgan verwendet wird. 

Wenn man ein Buch über Paris schreibt, sollten in meinen Augen genau solche Feinheiten stimmen, um nicht den Vibe zu zerstören. 

Mein Abschlussfazit:

Ein*e Lektor*in mit Französisch-Kenntnissen hätte »Cruel Noblesse - Melodie der Rache«  den Paris-Zauber bewahrt. 




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Am 12.04.2026 war ich im Schloss Paretz zu der Expertinnenführung »Die Bibliothek der Königin Luise« von der Bibliothekarin Sabine Hahn. Ich konnte noch eine der letzten verfügbaren Karten für die ausgebuchte Veranstaltung bekommen. 

Letztlich war es keine richtige Führung durch die Bibliothek, wie der Titel der Veranstaltung vermuten ließ, sondern viel mehr ein interessanter Vortrag verknüpft mit der Präsentation von einzelnen Büchern aus dem Besitz der Königin Luise.

Zunächst erzählte Sabine Hahn etwas zu den Orten, an denen Luise ihre Bücher aufbewahrt hatte. Der erste davon war das Kronprinzenpalais, in dem Luise und ihr Mann wohnten und sich einen Bibliotheksraum teilten. Ob sie in ihm die Bücher auseinandergehalten haben, weiß man heute nicht mehr. Aber auch im Potsdamer Stadtschloss gab es in der Luisenwohnung im rechten Seitenflügel im ersten Stock ein Schreibzimmer mit zwei Bücherschränken. Dieses Schreibzimmer war auf einem der Ausdrucke zu sehen, den die Bibliothekarin bei ihrem Vortrag herumgab. 
↓


Anschließend schilderte Sabine Hahn, was mit Luises privaten Büchern nach ihrem Tod geschah. Da dieser Bücherbesitz nicht staatlich war, konnte er an Luises Nachfahren vererbt werden, wodurch nur wenig erhalten geblieben ist. In diesem Zusammenhang erklärte die Bibliothekarin, dass die Schlossbibliothek im Stadtschloss Berlin einige von Luises Büchern aufbewahrte, im Krieg aber viele Bücher vernichtet und beschlagnahmt wurden. So gingen alle beschlagnahmte Bibliotheken nach Moskau und wurden dort wahllos im Land verteilt. In großen russischen Städten wurden sie zwar aufbewahrt, aber in vielen kleineren Städten vergammelten sie laut Sabine Hahn in Scheunen. Nur von wenigen kennt man den heutigen Aufenthaltsort.

Die Bücher, die erhalten sind, haben überlebt, weil sie nicht im Berliner Stadtschloss untergebracht waren. Sie wurden in einem Bunker im Wildpark Potsdam ausgelagert und dann nach Thüringen gebracht. Dort wurden sie in einem Salzstock eines Salzbergwerks aufbewahrt, wo sie von den Amerikanern bei der Besetzung im Krieg gefunden wurden. Diese Bücher gelangten dann nach Charlottenburg (Westberlin) und dann zur Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten. Heute stehen 400 der erhaltenen Bücher im Schloss Paretz, Luise wird aber weitaus mehr Bücher besessen haben. Vermutlich gingen auch Bücher bei ihrer Flucht verloren. Zumindest weiß man aus Briefen, dass die Königen viel in Königsberg und Memel gelesen hat. 

Besonders spannend fand ich die Hintergründe zum damaligen Literaturbetrieb, die Sabine Hahn in ihrem Vortrag schilderte. 
Die allgemeine Schulpflicht war noch nicht eingeführt, weswegen nicht viele Menschen lesen konnten. Bücher wurden nicht beschnitten und nicht gebunden verkauft. Jede Person ließ ihr gekauftes Buch in einer Buchbinderei individuell beschneiden und binden. Da Bücher und Zeitschriften-Abonnements teuer waren, gab es viele Lesegesellschaften, die sich die Exemplare teilten. Zu Lebzeiten von Luise waren gefühlvolle Geschichten, Briefromane und Gruselgeschichten in Mode, außerdem kam es zum Ende des 18. Jahrhunderts zu einem Anstieg von Modezeitschriften. Davor war Mode mit kleinen Modepuppen aus Wachs bekannt gemacht worden, die in die Städte zur Ausstellung geschickt wurden. Dies war jedoch aufwendig und teuer. Durch die Französische Revolution änderte sich die Mode radikal und wurde schnelllebiger. Die ersten Modezeitschriften gab es in England, dann in Frankreich und um die Jahrhundertwende schließlich in Deutschland, wobei die Hefte mit dem Argument, dass sich die Mode schnell änderte, immer klein gehalten wurden. 

Aufzeichnungen von Luises Bibliothekar aus dem Jahre 1928 überliefern, dass sich Luises Lektürewahl von leichter Unterhaltungslektüre, über gehaltvoller Lektüre, zu deutschen Klassikern bis hin zu ernster sie bildender geschichtlichen Werke steigerte und die Ehegatten oder der Hofmarschall vorlas, wenn die Damen Handarbeit machten. Außerdem ist bekannt, dass Luise morgens gern lange im Bett geblieben ist, wobei sie auch gelesen hat. Sabina Hahn gab aber zu bedenken, dass Luise durch ihre Verpflichtungen, ihre kurze Lebenszeit und die vielen Schwangerschaften vielleicht auch nicht allzu viel Zeit zum Lesen gehabt haben könnte. 

Bei Hofe war die Umgangssprache Französisch, wodurch auch viel auf Französisch gelesen wurde. Luise habe aber auch deutsche Literatur gelesen, allerdings sind die deutschen Bücher genau der Teil der Luise-Bücher, die heute nicht mehr erhalten sind. Luise kannte Goethe, Schiller, Wieland und Herder. Nach Aussagen von Frau Hahn lag ihr Goethe allerdings nicht. Sie mochte Schiller mehr und hat ihn auch zum Frühstück eingeladen. Das Königspaar versuchte auch, den Schriftsteller mit einem Engagement nach Berlin zu locken, was allerdings nicht klappte. Dennoch geht aus Aufzeichnungen Schillers hervor, dass sich die Kinder gut verstanden und sie nette Stunden zusammen verbrachten. 

Sabine Hahn merkte an, dass Luise keinerlei Stempel in ihren Büchern hatte und antwortete auf meine Nachfrage zu anderen Funden in ihren Büchern, dass auch keine Lesezeichen, Randbemerkungen oder Unterstreichungen gefunden wurden. Nur eines der Bücher trage ihren Namen in ihrer Handschrift. Dieses Buch hatte die Bibliothekarin aber nicht dabei.

Unter den gezeigten Zeitschriften aus Luises Besitz befanden sich folgende:

  • Berlinische Monatsschrift
    → alles was in Berlin politisch und gesellschaftlich los war
  • Geschichte und Politik
  • Lesekabinett
  • Archive littéraire de l‘Europe
    → Darin waren kurze Texte oder Zusammenfassungen von Neuerscheinungen enthalten. Ansonsten erhielt man übrigens privat Literaturempfehlungen oder durch Literaturagenten, wie zum Beispiel durch den Baron von Grimm, der den gesamten Adel mit Literaturlisten versorgte. 
  • Volksfreund
  • Journal für deutsche Frauen von deutschen Frauen geschrieben, was allerdings von Männern herausgegeben wurde
  • Irene - eine Zeitschrift für Deutschlands Töchter 
  • Journal des Luxus und der Moden
    →  weit verbreitet: Auflagen bis zu 2000 Stück pro Heft
  • Leipziger Modemagazin mit Stoffproben neuer Stoffe zum Anfassen
    →  Luise war sehr modebewusst

Und unter den gezeigten Büchern aus Luises Besitz befanden sich folgende:

  • Der erste Band von Gullivers Reisen mit einem einfachen Einband aus papierbezogener Pappe und nur einem Rücken aus Leder auf Französisch, das laut Sabine Hahn heute als Kinderbuch gilt, damals allerdings als Abenteuerbuch für Erwachsene
  • Deutsche Sprachlehre für den Selbstunterricht mit Goldschnitt, Marmorpapier und goldenen Zierden
  • Handbuch der englischen Sprache und Literatur in verziertes Leder gebunden, mit ungewöhnlichem schwarzen Marmorpapier und Goldschnitt
    → Luise lernte Englisch
  • ein eher ungewöhnliches Buch von 1801 mit dem sehr langen Titel
    Ueber den verderblichen Misswachs oder die unfruchtbare Abartung unter denen seit langen Zeiten her bekannten Speisekartoffeln; dessen Ursachen, Vertilgung dieses Uebels, und Maassregeln zur Verhütung der Wiederkehr desselben - ingleichen wie man den Kartoffelbau im Grossen äusserst vortheilhaft ohne viele Arbeit und Kosten selbst ohne Nachtheil des Getraidebaues betreiben könne nach vieljährigen eigenen Erfahrungen von dem Prediger Stockmar.
  • Ein Buch über die Holzverteilung an arme Leute 
  • Ein Buch über die Schändlichkeit der Angeberei
  • Ein Buch über Sittenlehre und Klugheitsregeln
  • Die mehrbändige Reihe Les femmes dans l’ordre social
  • Ein Buch über das Selbststillen
    → Luise war die erste Königin, die selbst stillte und verbrachte viel Zeit mit ihren Kindern. Sie und ihr Mann waren auch das erste Königspaar mit einem gemeinsamen Schlafzimmer und das erste Königspaar, das sich gegenseitig geduzt hat.
  • Ein Buch über Kindererziehung 
  • Bilderbuch für Kinder von Friedrich Justin Bertuch
    → Luise hat auch mit den Kindern gelesen
  • Väterlicher Rat für meine Tochter von Joachim Heinrich Campe
    Campe war der Erzieher von den Brüdern Humboldt, Theologe der Aufklärung und später auch Verleger. Er folgte Rousseau in Hinblick auf den Unterschied der Geschlechter. Campes Tochter war zur Zeit der Veröffentlichung seines Buches 14 Jahre als und stand kurz vor ihrer Verheiratung. Mit seinem Buch hat er ihr Ratschläge mitgegeben. Das Buch gilt als Bestseller der Aufklärung. Bis 1832 gab es 10 Auflagen im Inland und auch welche im Ausland. Wobei die Leserschaft aus ungewöhnlich vielen Frauen aus dem Bürgertum, aber auch dem Adel bestand, was Subskriptionslisten (also Vorbestelllisten) beweisen, auf denen Prinzessinnen standen.
  • Das Taschenbuch für Freundinnen des Tanzes
    → mit Goldschnitt und Marmorpapier, sehr abgenutzt
    → besaß hinten Tanzanleitung mit Schrittfolgen zum Ausklappen
Das prächtigste Buch aus Luises Besitz, das erhalten ist, zeigte Sabine Hahn ganz zum Schluss. Es handelte sich um ein Huldigungsgedicht an die Königin von 1803. Es besitzt einen Einband aus hellblauer Seide mit Goldborte, rosafarbenes seidenbezogenes Vorsatzpapier und ist auf Seide gedruckt. Es handelt sich um ein außergewöhnliches Geschenk des Bürgertums an die Königin, also eine große Ehrerbietung und kein handelsübliches Buch. Natürlich musste ich dieses Schmuckstück fotografisch festhalten! ↓


Auch wenn ich durch den Titel der Veranstaltung eigentlich eine Bibliotheksführung erwartet hatte, habe ich den Vortrag sehr genossen. Ich habe schon viele Bücher über Luise gelesen und durch den Vortrag trotzdem Neues gelernt. Außerdem war es natürlich etwas ganz Besonderes, die Bücher, die Luise in ihren Händen gehalten hat, anschauen zu dürfen. Das Einzige, das ich vermisst habe, war eine offene Fragerunde zum Ende der Veranstaltung, da ich schon vor der Veranstaltung Fragen gehabt hatte, ich mir aber auch während der Veranstaltung durch den spannenden Input neue stellte. Das Fehlen der Fragerunde führte dazu, dass einige von uns am Ende der Veranstaltung zu Sabine Hahns Tisch stürzten und sie mit Fragen bestürmten. Das führte zu mehreren Einzelgesprächen, aber ich hätte auch gern die Fragen der anderen und die Antworten gehört. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass es für die Bibliothekarin auch angenehmer gewesen wäre, wenn wir auf unseren Stühlen sitzen geblieben wären und auf geordnetere Weise per Handzeichen unsere Fragen gestellt hätten. In diesem Zusammenhang hätte die Veranstaltung gern eine halbe Stunde länger gehen können, um eine Fragerunde zu gewährleisten. 

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Wie ich auf das E-Book aufmerksam wurde:

Ich verfolge Yvonne Merschmanns Instagram-Konto schon länger und durfte bereits zwei ihrer Fantasy-Bücher rezensieren. Auf das wlw-Hollywood-Buch von ihr war ich nun ganz besonders gespannt und vorfreudig! 📖✨

Handlungsüberblick:

Meryl ist Schauspielerin und träumt davon, endlich einen Oscar zu gewinnen, um mehr zu sein als nur die Tochter ihrer berühmten Mutter. Damit ihre Chancen auf den renommierten Preis steigen, muss sie während der Award Season eine längerfristige Zusammenarbeit mit dem Klatschmagazin »Daily Gossip«  eingehen. Doch so sehr Meryl die junge Journalistin Grace hassen möchte, ihre Gefühle sagen bald etwas ganz anderes...

Mein E-Book-Eindruck:

Wer mir länger folgt, weiß es: Ich liebe Rosa und Pink, daher hatte »Where our Dreams end« natürlich direkt meine Aufmerksamkeit. Etwas schade finde ich, dass auf dem Cover nicht die beiden Frauen zusammen abgebildet sind, weil das in meinen Augen Menschen, die auf der Suche nach sapphic Geschichten sind, das Finden von Yvonnes Buch einfacher machen würde. Dennoch passt das Cover sehr gut zur Geschichte. Durch die funkelnden Lichter, die darauf abgebildet sind, verströmt das Buch richtigen Oscar-Glamour. Und es gibt ja immerhin eine Charakterkarte, die meinen Wunsch, das sapphic Hollywood-Paar zu sehen, erfüllt! 

Innen ist das E-Book liebevoll designt und wirkt gut durchdacht. So hat die Autorin neben einem Countdown zu den Oscars Zeitungsartikel und Social Media-Postings mit Bildern eingebaut. Außerdem gibt es zu den Protagonisinnen passende Kapitelzierden: Ein Zeitungsbündel für Grace und eine Oscar-Statue für Meryl. 

Mein Leseeindruck:

Oft habe ich das Gefühl, dass sapphic Lovestories immer dieselben Dinge in ähnlichen Settings verhandeln, aber das war hier überhaupt nicht der Fall. Ich fand es toll, endlich mal nicht mehr von der ersten Liebe und Coming-Out-Erfahrungen zu lesen, sondern über zwei Frauen, die sich ihrer sexuellen Orientierung bereits sicher sind, noch dazu in einem so besonderen Setting.

Mit seinen Blitzlichtgewittern und roten Teppichen übt Hollywood eine große Faszination aus. Diese Romance erlaubt einen Blick hinter die Kulissen, der zeigt, dass nicht alles so glänzend ist wie es von außen scheint, und zum Nachdenken anregt. Auf mich wirkte das Buch in dieser Hinsicht sehr gut recherchiert. 

Mit Grace und Meryl hat Yvonne Merschmann ein echtes Power-Couple erschaffen. Ich kann gar nicht sagen, welche der Frauen ich lieber mochte. Beide hatten Facetten, in denen ich mich wiedergefunden habe. Besonders gut gefallen hat mir, wie einfühlsam und unterstützend Meryl und Grace miteinander umgehen. Beide auf dem Weg zueinander, aber auch gleichzeitig jede bei ihrer eigenen persönlichen und beruflichen Entwicklung zu begleiten, war wunderschön. Vor allem, weil sie sich dabei gegenseitig inspirierten und motivierten. 

Als Bi-Girly war ich außerdem begeistert davon, dass es auch bisexuelle Repräsentation in »Where our Dreams end« gab. Ich kann es nur nochmal betonen: Repräsentation ist so wichtig! 

Die Handlung blieb für mich bis zum Ende spannend und hielt auch manche Überraschung bereit. Ich fieberte bis zur letzten Seite mit Meryl und Grace mit. Ein paar Stellen haben mich auch begeistert giggeln lassen, weil ich sie als so typisch für die sapphic-Community empfand und es super toll war, meine Lebensrealität in der Geschichte wiederzufinden. So gibt es zum Beispiel Kontakt mit der Ex, der ja doch sehr sapphic ist.

In »Where our Dreams end« finden sich aber auch ernste Themen, wie chronische Erkrankungen und den immensen Druck, der auf Schauspieler*innen lastet. Besonders gefreut habe ich mich, dass Yvonne Merschmann das erste Thema in ihrem Buch behandelt hat, weil ich selbst an zwei chronischen Erkrankungen leide. Bei einer davon war es so schwer, überhaupt eine Diagnose zu erhalten, weswegen ich die Erfahrungen, die im Buch beschrieben wurden, beim Lesen als sehr realistisch empfand. Es ist so wichtig, dass das Thema der chronischen Erkrankungen auch Eingang in die Literatur findet und mehr Awareness für sie geschaffen wird!

Lieblingszitat:

Mein absolutes Lieblingszitat ist dieses hier:
"Lass die Anerkennung von außen nicht deine Liebe zu Geschichten auffressen."
(»Where our Dreams end«, Kapitel 49)

Als selbst schreibende Person, hat mich das besonders tief bewegt. Denn ja, manchmal nagt die Anerkennung von außen an mir, und ich dachte nur: Oh, wow, ja! Ganz genau!

Mein Eindruck vom Schreibstil:

In »Where our Dreams end« gibt es zwei Ich-Perspektiven, eine aus der Sicht von Meryl und eine aus der Sicht von Grace, wodurch ich mich hervorragend in beide Protagonistinnen hineinversetzen konnte und die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite spannend blieb. Darüber hinaus hat Yvonne Merschmann aber auch Zeitungsartikel und Social Media-Postings eingebaut - sogar mit Bildern! Das fand ich einfach großartig, denn sie haben mich noch tiefer in die Geschichte eintauchen lassen.

Wie eingangs erwähnt, hatte ich von Yvonne bisher nur Fantasy gelesen. Nach der Lektüre von »Where our Dreams end« bin ich sehr beeindruckt davon, wie es Yvonne gelingt, sich jedes Genre zu eigen zu machen. Der mixed-media Schreibstil hat in meinen Augen wirklich gar nichts fantasylastiges an sich und passt einfach perfekt in das New Adult Hollywood. So eine tolle Umsetzung!

Mein Abschlussfazit:

»Where our Dreams end« - eine empowernde sapphic Lovestory im Hollywood-Blitzlichtgewitter. 📖🌈✨


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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Ich bin eigentlich nicht so die Krimi-Mausi, aber Katie Kento hat es mir seit ihrem Debüt »Hotel Ambrosia« total angetan, deswegen habe ich mich für einen Platz in der Lesejury-Leserunde zu ihrem neuen Buch beworben und mich riesig gefreut, als es geklappt hat. Vielen Dank, liebe Lesejury, für das Rezensionsexemplar von »Missing Page - Tödliche Worte« und den Austausch! 

Handlungsüberblick:

Stell dir vor, du möchtest Autorin werden und darfst an einem Workshop eines Bestsellers in einem alten Herrenhaus in Schottland teilnehmen. Doch sobald du dort bist, stellst du fest, dass es um noch viel mehr geht: Der Schriftsteller will dem größten Nachwuchstalent sein Vermögen vermachen. Und bald geschehen Dinge, die mehr als beängstigend sind...

Mein Bucheindruck:

Das Cover stimmt hervorragend auf die Geschichte ein und ich mag total, dass es die Farben von »Hotel Ambrosia« aufgreift. Man sieht direkt, dass beide Bücher von der gleichen Autorin sind. 💚🩷

Die Limited-Edition hält außerdem einige Überraschungen bereit. So gibt es im Buch neben dem gezeichneten Lageplan, Tonis Bewerbungsanschreiben, den Ausschnitten aus den Schreibprojekten der Workshopteilnehmenden und den Einblicken in einen Podcast, ein von Katie Kento selbst gestaltetes Page-Overlay mit Hinweisen, und auf dem Buchcover ein Fenster, das man aufklappen kann. Dadurch wird das Buch zu einem einzigartigen Erlebnis! 😍

Mein Leseeindruck: 

Auch wenn ich mir, wie die Workshop-Teilnehmer:innen sicher auch, einen gemütlicheren Ort für den Workshop gewünscht hätte, ist das verfallene Anwesen mit dem Giftgarten natürlich das perfekte Setting für einen Krimi. Dort lauern jedenfalls die einen oder anderen Gefahren...🏰🍄

Die Jugendlichen, die eigentlich nur an einem Schreib-Workshop teilnehmen wollten, und es dann mit einem Verbrechen zu tun haben, taten mir beim Lesen richtig leid.
Zu Beginn des Buches konnte ich mich stark mit Toni identifizieren, weil ich auch gern schreibe und unbedingt an einem Schreibworkshop mit einem Bestseller-Autor teilnehmen würde, doch im Verlaufe des Buches wurde sie mir unsympathischer. Einige ihrer Handlungen entsprechen überhaupt nicht meinem Wertesystem. Außerdem wusste ich bis zum Ende des Buches nicht, ob ich ihr vertrauen kann, weil sie eine unzuverlässige Erzählerin ist. 🙈😨
Am sympathischsten war mir George. Jemand, der es schafft, einen um sich schnappenden Hund zu seinem Freund zu machen und die Strickpullover seiner Mutter trägt, kann doch nur eine liebe Seele sein! Die übrigen Workshop-Teilnehmer:innen und den Schriftsteller konnte ich bis zum Ende nicht so gut einschätzen, aber ich denke, dass das auch von der Autorin so gewollt ist, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Das Gefühl des Ausgeliefert-Seins übertrug sich im Laufe der Geschichte von der Erzählerin auf mich und ich sehnte mich so nach einem Happy End. In diesem Zusammenhang hätte ich mir gewünscht, dass die Liebesbeziehung als Ausgleich für all die Bedrohlichkeit noch stärker von der Autorin herausgearbeitet worden wäre. Aber ich lese auch, wie eingangs schon geschrieben, nicht so oft Krimis und viel lieber Romance.

Bis zum Ende habe ich super viel mitgerätselt, aber meine Theorien immer wieder verworfen und nicht durchschaut, wie alles zusammenhing. Mich hat sehr beeindruckt, wie die Handlungen der einzelnen Figuren miteinander verwoben waren. Auf welche Weise die Aufklärung gelang, hat mein Schriftstellerinnenherz sehr gefreut!

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Mir gefiel, dass sich Katie Kentos Schreibstil in so unterschiedlichen Textarten mit so verschiedenen Stimmen präsentierte. »Missing Page - Tödliche Worte« ist zwar größtenteils eine Ich-Erzählung aus Tonis Perspektive, doch durch das Einflechten von Tonis Bewerbungsanschreiben, von Einblicken in die jeweilige Schreibprojekte der Workshop-Teilnehmenden und von Ausschnitten eines Podcast wird die Ich-Erzählung aufgelockert und die Handlung spannend gehalten. 

Der Schreibstil der Ich-Perspektive liest sich wie auch schon in »Hotel Ambrosia« super leicht. Neben der Spannung, die die Autorin mit ihren Worten aufbaut, mag ich ganz besonders den Humor, der sich in ihren Zeilen versteckt. Manche Szenen brachten mich total zum Schmunzeln. ☺️
Das, was die Erzählperspektive besonders macht, ist, dass es sich bei Toni nicht um eine zuverlässige Erzählerin handelt. Bis zum Ende wusste ich als Leserin nicht, ob ich ihr vertrauen kann und das Gefühl des Ausgeliefert-Seins übertrug sich von ihr auf mich. Auch, wenn mir die Erzählerin dadurch unsympathisch wurde, macht das natürlich einen großen Teil der Spannung aus. 

Mein Abschlussfazit:

»Missing Page - Tödliche Worte« ist ein einzigartiges YA-Krimi-Erlebnis! 📖🔪




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Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Ich habe »The Pumpkin Spice Latte Disaster«  geliebt und war einfach super gespannt auf »The Iced Caramel Coffee Agreement«. Danke an vorablesen.de für das Rezensionsexemplar und das frühlingshafte Wiedersehen mit dem Städtchen Lower Whilby! 🩷💛

Handlungsüberblick:

Seitdem Nore den Rockmusiker Dex als Jugendliche im Backstage beim Springtide-Festival in Lower Whilby kennengelernt hat, schwärmt sie für ihn. Nun ist er zurück in ihrer Heimatstadt - verbittert und kreativlos. Trotzdem geht Nore auf sein Angebot ein, ihr zu zeigen, wie man mutiger lebt, bis das Angebot sowohl ihre als auch seine Welt aus den Angeln hebt...

Mein Bucheindruck: 

Das Buchcover versprüht mit seinem Farbverlauf von Rosa zu Gelb so tollen Frühlingsvibe und passt vom Design perfekt zum ersten Band der Reihe. »The Iced Caramel Coffee Agreement«  sieht aus wie ein Buch, dass man unbedingt in der Frühlingssonne auf einer Decke im Park lesen muss! 🌸🧺📖
Allerdings finde ich es etwas schade, dass die Haarlänge der auf dem Cover abgebildeten männlichen Person nicht der Beschreibung im Buch entspricht.😢

Mein Leseeindruck:

Ich liebe das Kleinstadt-Setting. Nach Lower Whilby zurückzukehren und zwei weitere Figuren aus der Kleinstadt kennenzulernen, war für mich super schön. Eleanore, die zu Beginn der Handlung in diesem genderfluiden Bienenkostüm stecken muss, und Dex, der sich scheinbar noch nicht so ganz gefunden zu haben scheint, weckten auf den ersten Seiten erstmal mein Mitleid, brachten mich aber auch zum Schmunzeln. Und wie es für Kyra Groh typisch ist, gab es im Verlauf der Handlung noch viel Charakterentwicklung und ein wohlverdientes Happy End. Ich habe Dex und Nore super gern auf ihrem Weg dorthin begleitet. 🩷💛

In der Wohlfühllektüre hat Kyra Groh auch wichtige Themen verpackt, wie zum Beispiel die Frage nach Nature and Nurture, die besonders Dex beschäftigt, oder auch gesellschaftliche Normen, unter denen vor allem Nore leidet. Mir gefällt, dass die Protagonistin nicht dem gesellschaftlich anerkannten Schönheitsideal entspricht und auf Dex trotzdem begehrenswert wirkt. Auch, wenn nicht genau beschrieben wird, welche Kleidergröße sie trägt und wie groß sie ist, wird deutlich, dass sie sich selbst als nicht der Norm entsprechend empfindet. Das Buch kritisiert diese Ideale, indem es zeigt, wie sehr sie das Selbstbild von Menschen beeinflussen können. 

Ich mochte die Szenen, die etwas mit dem Springtide-Festival und Konzerten zu tun hatten am meisten. Das erste gemeinsame Konzert von Dex und Nore wird mir besonders in Erinnerung bleiben. Da ich selbst früher viel auf Rockfestivals und -konzerte gegangen bin, war das Rock-Musik und -Festival-Thema perfekt für mich. Ich habe es sehr genossen, dass das Thema in ein Romance-Buch eingeflochten wurde. Es fühlte sich so an, als würden zwei meiner Leidenschaften miteinander vereint. In diesem Zusammenhang fand ich auch die Playlist toll, auf der ich Bands entdeckte, die ich selbst höre, was mir bisher bei anderen Büchern des Genres noch nie passiert ist. Allerdings hätte ich gern bei der Lektüre noch mehr zum Springtide-Festival und vor allem zur Organisation, für die ja immerhin Nore zuständig ist, erfahren. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

»The Iced Caramel Coffee Agreement« ist aus zwei Erzählperspektiven geschrieben, weswegen das Buch durchgehend spannend bleibt und die Figuren mir gleichermaßen ans Herz wachsen konnten.

Der Schreibstil von Kyra Groh las sich so gemütlich-locker wie auch schon im ersten Band, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders gelungen fand ich wieder die schlagfertigen Dialoge, deren Kreativität mir unfassbar viel Spaß macht. Besonders mochte ich die Dialoge zwischen ihr und ihren besten Freundinnen und natürlich zwischen ihr und Dex. 

Mein Abschlussfazit:

Die perfekte Frühlings-Picknick-Lektüre 2026! 🌸🧺📖


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Der Buchmesse-Samstag stand für mich ganz unter dem Zeichen von buchigen Begegnungen. Ich war gegen 11:00 Uhr auf der Messe und traf dann mitten in der Menschenmenge eine ehemalige Arbeitskollegin, der ich dann auch gleich ein Exemplar von »Bunte Bücherfunken« signieren durfte. Außerdem durfte ich mich sogar auf dem Beutel von ihrer Freundin verewigen. Ich hab mich total gefreut, dass Jojo Ludwig an meiner Seite war und diesen besonderen Moment für mich mit Fotos und Videos einfangen konnte. Direkt im Anschluss lief ich Sina von Sinasbuecherwelt in die Arme, die sich tierisch gefreut hat, dass ich ihr Bookie Alert Template genutzt habe. Da konnten wir es uns natürlich auch nicht nehmen lassen, ein Erinnerungsfoto zu schießen! 📸


Um 12:15 Uhr fand ich mich für einen Talk vor einer Bühne ein, allerdings fand ich die Moderatorin total anstrengend. In meinen Augen hat sie viel zu viel Raum eingenommen und ich überlegte geschlagene 10 Minuten, wie ich möglichst unauffällig verschwinden konnte. 🙈🥶
Spoiler: So ganz unauffällig gelang es mir leider nicht, weil ich mich einmal quer durch den Publikumsraum und durch eine Absperrung kämpfen musste, um den Talk zu verlassen... 🙄

Außerdem kündigten sich dann bei mir leider Kopfschmerzen an, vermutlich durch die doch sehr stickige Luft und die doch sehr große Lautstärke auf der Messe. Trotzdem schaute ich noch um 13:00 bei dem Loewe Intense-Talk von Gabriella Santos de Lima und Carolin Wahl vorbei. Bei dem Talk erzählte Gabriella, dass sie schon mal in Südfrankreich gewesen sei, aber für ihre »Fleur de Lavande«-Reihe nochmal für die Recherche nach Südfrankreich gefahren sei, um die Lavendelfelder zu sehen. Bei der Recherche-Reise sei es zu einer Reifenpanne gekommen, die es auch so ähnlich in die Buchreihe geschafft hätte. Bei der Frage, was das Schönste am Autorinnen-Sein wäre, waren sich die beiden Autorinnen einig. Für Carolin seien es die positiven Rückmeldungen darüber, was ihre Bücher den Leserinnen bedeuten und für Gabriella, die selbst Liebesromane oft zu unrealistisch gefunden und sich nicht gesehen gefühlt habe, sei es das Schönste, wenn Leserinnen schreiben, dass sie sich gesehen fühlen. Das habe sie sich für sich selbst immer gewünscht. Das Interview hielt auch eine etwas ungewöhnliche Frage für die beiden Autorinnen bereit. So sollten sie angeben, ob sie lieber ihr Lieblingsbuch verleihen oder einen Wasserschaden in einem beliebigen Buch ertragen wollen würden. Für Gabriella steht schnell fest, dass sie lieber ihr Lieblingsbuch verleihen möchte, da sie die Geschichte mit ihren Freundinnen teilen möchte und ohnehin selbst Eselsohren in Bücher macht. Carolin hingegen präferiert den Wasserschaden. Eines ihrer Bücher sei auch schon mal in der Badewanne gelandet. Ihr Lieblingsbuch sei signiert und 23. Mal gelesen. Wenn das nicht mehr zurückkommen würde, wie es war, wäre das nicht schön. 


Nach dem Talk war ich super erleichtert, dass Jojo und Quinn auch die Messe verlassen wollten. Wir drehten noch schnell den restliche Contend für die Reel-Ideen von Jojo mit Talia May, Ju Hex und deys Lektor und machten uns dann auf in ein asiatisches Restaurant, um vor unseren Abendveranstaltungen noch etwas Kraft zu tanken. Zwar war ich etwas traurig, dass ich den Talk von Sophie Edina, Ju Hex und Talia May verpassen würde, aber das Ruhebedürfnis meines Körpers wollte auch respektiert werden. Das Essen war super lecker und danach ging es mir direkt besser. Nach dem Essen kehrten wir in unsere Unterkunft zurück, wo wir uns für die Abendveranstaltungen ready machten. Für Jojo und Quinn stand eine live Schreib-Podcast-Aufnahme auf dem Plan und für mich der »Missing Page Murder Club« - Ein Dinnerabend mit Katie Kento. 🍴🕯️📖

Das Dinner war einfach so schön. Der One-Verlag hatte mit der Villa Rosenthal den perfekten Ort für die Veranstaltung zu dem neuen Buch von Katie Kento gefunden, welches ja in einem alten Herrenhaus spielt, und alles passend dekoriert. Im Vorzimmer gab es eine Tatort-Silhouette, eine Fahndungswand zum Polaroids machen und einen Büchertisch, der mit Tatort-Flatterband umwickelt war. In die Tatort-Silhouette legte ich mich sogar später noch für ein Erinnerungsfoto. Der Saal wartete dann mit echtem Herrenhaus-Charme auf. Auf den Tischen standen Kerzenleuchter und alles war bereits für uns eingedeckt. Ich fühlte mich, als wäre ich direkt in »Missing Page« gelandet und hatte totales Glück mit meinem Tisch: Ich saß nicht nur super nah an der Bühne mit einem guten Blick auf Katie, sondern hatte auch die besten Sitznachbarinnen. Die meisten von meinem Tisch waren allein da, weswegen wir super schnell ins Gespräch kamen. Und genau das liebe ich so an der Buchbubble: Man hat direkt ein Gesprächsthema und fühlt sich schnell miteinander verbunden. Im Laufe des Abends führten wir tolle Gespräche und später unterstützten wir uns beim Fotos machen. Katie wurde zunächst kurz interviewt. Durch das Interview gelangten wir an spannende Hintergrund-Infos. So erfuhren wir zum Beispiel, dass das Page Overlay eine Idee von Katies Agentin gewesen war und Katie es selbst mit Gegenständen auf ihrem Schreibtisch fotografiert hatte. Außerdem sei »Missing Page« das erste Buch gewesen, dass Katie auf den Vorschlag von einem Verlag geschrieben hätte. Ihr sei das Thema "Schreibworkshop" vorgeschlagen worden, woraufhin ihr sofort das Herrenhaus in Schottland in den Sinn gekommen sei. Auch der Titel habe dann schon vor dem Schreiben festgestanden. Ich liebe solche Einblicke in die Entstehungsprozesse von Büchern sehr! Nach dem Interview las Katie aus »Missing Page« vor und im Anschluss daran traten die einzelnen Tische in einem Schätz-Quiz gegeneinander an, bei dem es ein Shelfie von »Hotel Ambrosia« zu gewinnen gab. Unser Tisch gewann leider nicht, aber wir hatten trotzdem total viel Spaß beim Miträtseln. Abschließend signierte Katie noch unsere Bücher und posierte für Fotos mit uns. Zwischen den einzelnen Programm-Punkten wurden die Gänge des Essens serviert. Das Menü war übrigens super lecker und es gab immer eine vegetarische Alternative. Der Abend war für mich wirklich ein Messe-Highlight! One-Events sind absolut empfehlenswert! 😍

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Wow, wie krass war der Messe-Freitag?😲Für mich wird der Tag immer in meinem Bücher-Herzen bleiben! Er war bisher wirklich meine schönste Buchmesse-Erfahrung! 😍📚

Ich bin mit dem Flixbus von Berlin aus angereist, der praktischerweise direkt vor dem Messegelände hielt. Dank meines Presseausweises war ich dann auch super schnell mit dem Einlass und der Garderobe fertig. Mit einem kribbeligen Gefühl machte ich mich dann auf Richtung Halle 3. Dort habe ich als erstes mein Büchlein aus dem »Projekt Farbenspiel« am Stand vom Wreaders-Verlag besucht. Meine Coverdesignerin Mo Weinert und meine Verlegerin Lena Weinert waren leider nicht am Stand, aber es war so schön, »Bunte Bücherfunken« gemeinsam mit den anderen Projekt-Büchlein auf der Leipziger Buchmesse zu sehen. Außerdem war ich mir sicher, die beiden noch an einem anderen Tag sehen zu können. 🥰


Danach habe ich mich mit Nadja Kasolowsky, Quinn Menger und Yara Elison am BoD-Stand getroffen, um unsere Anthologie »Queer through the year« zu signieren. Dafür hatte ich natürlich wieder meine Einhorn-Sticker dabei, für ganz viel Queer-Joy. 🦄

Das Signieren war dann ein ganz besonderer Moment. So lange habe ich davon geträumt, mal ein Buch auf der Leipziger Buchmesse signieren zu können, und dann war's plötzlich so weit! Ich hab's so geliebt, diesen Moment zusammen mit den anderen Antho-Autor:innen zu zelebrieren. 
🥹📖🌈

Leider haben es nicht sehr viele Antho-Exemplare auf den BoD-Stand geschafft, weswegen sie einfach schon kurz nach dem Signieren ausverkauft waren, und Jojo Ludwig, dey erst später auf die Messe kam, gar nicht mehr signieren konnte. Aber BoD hat dann noch kleine Interviews mit uns gedreht. Das war einfach so cool, vor allem, weil ich ein großes Fangirl vom BoD-Instagram-Account bin. Falls ihr euch dazu Einblicke wünscht, schaut gern bei diesem Reel vorbei. 🎥


Danach habe ich noch nach sapphic Büchern und Bookmerch gestöbert und ein Interview mit Bianka Behrend, die ich vorher noch gar nicht kannte, und Kathinka Engel, deren Badger Books Reihe ich so sehr geliebt habe, sehr genossen. Dabei habe ich entdeckt, dass Bianka sogar an der selben Uni studiert hat wie ich. Was für ein krasser Zufall. Womöglich hatten wir sogar die selben Dozierenden. Außerdem war ich sehr in Love mit ihren Regenbogensocken und ihrem Regenbogen-Armband! 🌈

Die Atmosphäre bei dem Interview war sehr entspannt und gelöst. Auf mich wirkte es, als würden die beiden Schriftstellerinnen sich schon ewig kennen und ich mochte sehr, wie sie sich gegenseitig die Bälle zuspielten und für Lacher sorgten. Die Moderatorin hatte eine angenehme, ruhige Art, nahm sich selbst zurück und ließ den beiden genug Raum zum Antworten. Ihre Interview-Fragen fand ich gut überlegt, passend und super interessant.

Zunächst wurden die beiden Autorinnen zu den Büchern befragt, die ihre buchige Leidenschaft geweckt haben. Bei Bianka seien das TKKG, die fünf Freunde, das magische Baumhaus und später Warrior Cats gewesen. Für Kathinka habe die Bücher-Liebe mit Winnie Pooh und Astrid Lindgren begonnen. Im weiteren Verlauf des Interviews ging es darum, wie die beiden Frauen zum Schreiben gekommen waren. Bianka erzählte, dass sie zusammen mit ihrem Bruder auf der alten Schreibmaschine ihrer Oma geschrieben habe, nachdem sie sich gelangweilt hätten und die Oma vorgeschlagen hätte: "Macht doch mal was damit!". Jahre später habe ihre Oma ihr die geschriebenen Seiten zurückgegeben und aus ihnen sei dann Biankas erstes Buch entstanden. Kathinkas Schreib-Motivation gründete darauf, dass es das, was sie lesen wollte schlichtweg nicht gab. So hätte begonnen Geschichten zu schreiben, die sie lesen wollte. Auch andere buchweltbezogene Tätigkeiten der beiden spielten bei dem Interview eine Rolle. Über das Malen, Illustrieren und Bodypainten sagte Bianka, dass es nur 30% ihres Jobs ausmachen würde und Kathinka erzählte, dass das Lektorieren und das Schreiben sich gegenseitig stark befruchten würden. Ihre Tätigkeit als Lektorin mache sie in ihren Augen zu einer besseren Autorin und umgekehrt. Außerdem sei sie auch für den englischen ebook-Verlag, für den sie lektoriert, als Übersetzerin von ebooks tätig gewesen. Dies sei noch einmal eine ganz andere Art und Weise sich Text zu nähern. Abschließend scherzte sie, sie habe in jeden Bereich der Buchbranche mal reingeschnuppert. Auch über einen klassischen Tag berichteten beide. Bianka gab an, bereits um 05:30 Uhr aufzustehen, um dann die Pferde zu füttern. Während sie darauf warte, dass eines der etwas langsameren Pferde aufesse, würde sie lesen und sich danach an fünf Tagen der Woche Zeit zum Schreiben nehmen. Allerdings klappe das nie am Stück, da sie auch einen Nebenjob bei den Eltern, ein Ehrenamt und ein Social Life habe. Meistens schreibe sie auf dem Sofa. Ganz anders gestaltet es sich bei Kathinka. Sie stehe zwar auch früh auf, füttere aber nur ihre Katzen und schreibe auf einem ergonomischen Schreibtischstuhl - jeden Tag ein Pensum von unterschiedlicher Länge - danach kümmere sie sich um Lektorate und Social Media. Schließlich stellte die Moderatorin ihnen die Frage, ob Release-Days für sie eher wie ein Geburtstag oder wie ein Prüfungstermin wären.  Kathinka beschrieb sie als eine Mischung aus Geburtstag und Prüfungstermin aber tuned down im Vergleich zum Debüt. Sie betonte, es sei sehr viel unromantischer als man denkt, da sie trotzdem ihr Pensum schaffen müsse und Abgabefristen hätte. Bianka stimmte dem zu. Darüber hinaus wollte die Moderatorin wissen, wie die beiden Schriftstellerinnen mit Zweifeln umgehen, und wir erfuhren, dass Bianka spazieren geht, wenn sie zweifelt, wohingegen Kathinka ihr Zweifeln als Zeichen für Wachstum sieht. 
Das Interview endete mit der Frage nach einer Leseempfehlung aus dem letzten Jahr, woraufhin Bianka »Atmosphere« von Taylor Jenkins Reid empfahl, bei dem sie durchgeheult hätte, und Kathinka »Der Gott des Waldes« von Liz Moore als so atmosphärisch und stark aufgebaut lobte. Außerdem freue sie sich auf Kyra Grohs neues Buch »The Iced Caramel Coffee Agreement«. 

Es war einfach so cool, dass sich zu den Gemeinsamkeiten zwischen mir und Bianka in Form von der Uni und der Queerness auch noch ein gemeinsames Lieblingsbuch gesellte. Durch das Interview habe ich nun große Lust, auch ihre Bücher zu entdecken! 👀📖

Meine Rezension zu »Atmosphere« findet ihr übrigens hier.
Spoiler: Auch ich habe geheult! 😄



Nach dem Interview blieben die beiden Autorinnen noch zum Fotos machen und Signieren ihrer Bücher oder Charakter-Karten. Ich fand es so toll, wie viel Zeit sie sich nahmen, genoss es, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und freute mich natürlich auch riesig über die signierten Charakter-Karten. 🥰

Anschließend holte ich mir im Signierbereich auch noch eine Unterschrift von Kyra Groh in ihrem neuen Buch »The Iced Caramel Coffee Agreement«, das ich dank Vorablesen.de bereits lesen durfte. Beim Warten in der Schlange machte ich eine tolle Bekanntschaft, mit der ich nicht nur die Lese-Leidenschaft sondern auch die Frankreich-Liebe teilte, und traf Sophia (mit_buch_in_eine_andere_welt) wieder, die ich letztes Jahr auf der Messe kennengelernt hatte. Genau dieses Klassentreffen-Feeling liebe ich so an der Buchbubble! 🫶🏼

Zum 
Abschluss drehte ich dann noch zusammen mit Jojo Ludwig und Quinn Menger Content für ein paar Reels im Sonnenuntergang draußen vor der Messehalle, die sich wunderschön im Wasser spiegelte. So lange, bis die Messe schloss und wir zur Garderobe zurückrennen mussten, um unsere Koffer, Rucksäcke und Jacken noch wiederzubekommen und in unsere Unterkunft fahren zu können. 😄




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Bisher mag ich die beste Freundinnen-Beziehung sehr gerne.





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Catcht mich leider noch nicht so richtig.

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